3,1 Mio EUR via Crowd-Funding, aber uns geht es ja so schlecht – buhuu!

Ganz am Anfang möchte ich natürlich dem Team von Tim Schafer gratulieren das man das Kampagnenziel von 3,1 Millionen Euro erreicht hat… das gesagt… habt ihr alle sonst keine Probleme?

Ich mein, es ist doch eigentlich sehr gut wenn sich neue, kreative Ideen durchsetzen können, aber seien wir doch mal ehrlich, das wird in den seltensten Fällen via Kickstarter oder wie die ganzen Schnorrer-Seiten heißen, eher für Müll ausgegeben.

Mal wirklich Hand aufs Herz: Ich denke mir jedes Silvester wie viel Geld wir für nichts ausgeben, hier kann man wenigstens noch ein halb-rohes Versprechen abgreifen und sich selber, virtuell einen drauf runterpimmeln, das man ja so voll die Indies supportet und so.

Warum sonst sollte man sonst verschiedene Belohnungsstufen für die finanzielle Unterstützung einrichten? Wenn mir ein Projekt gefällt, dann unterstütze ich das, weil es mir eben gefällt und nicht weil ich nen drögen Wendy-Sticker für mein Sammelalbum benötige.

Wobei das auch irgendwie auf die Abstufungen ankommt, klar sollte jemand der 100 EUR gibt vielleicht nen Boni bekommen, oder halt, wie bei der Oculus Rift, eine Vorabversion erhalten, aber dann stelle ich mir auch 3,1 Millionen EUR vor und überlege was man damit alles machen könnte, so viel Gutes und das alles wurde freiwillig gegeben, aber aus eher egoistischeren Gründen.

Anders kriegt man aber anscheinend den Leuten nicht das Geld aus der Tasche gezogen. Ich mein, warum geht das Geld nicht zum Beispiel an die Ronald McDonal Kinderhilfe? Nein, das Geld muss ja investiert oder angelegt werden, nicht in die Leute die mal meine Rente zahlen sollen, sondern in mein eigenes Entertainment und verweigere mich mutwillig irgendwo anders etwas zu spenden, man kriegt ja nichts dafür.

Und dann stelle ich mir so die Leute vor, wie sie sich selber aufregen, weil keine Kindergartenplätze da sind oder die Straßen nicht ausgebessert werden oder warum so viele Obdachlose am Bahnhof rumgammeln, die müsste mal jemand wegmachen, das schadet ja noch dem Image der Stadt!

Keine Ahnung, ich stelle mir eigentlich vor das wenn ich eine Idee habe, ich diese auch unter allen Umständen realisieren werde und ich mir dann schon Wege finde wie das alles zum Laufen kommt – das mag zwar irgendwie altbacken klingen, aber ich finde man sollte sich den Weg nach oben immer noch erarbeiten, mit richtiger Arbeit und nicht angelesener Arbeit.

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