4 Gründe, die mich am „Spielejournalismus“ stören!

Ausflug in das ehemalige Kohlekraftwerk Vockerode bei Dessau. (piqs.de ID: 3eaf19d4f01bd446a3abd671b2fb9d53)

Dies sind meine 4 Gründe, warum ich mich daran störe, wenn jemand von sich behauptet er sei Spielejournalist. Bis auf wirklich 1 – 2 Seiten wird doch gar kein wirklicher, investigativer Journalismus betrieben, sondern die News einfach nur abgefrühstückt.

Ich wünsche mir, dass sich hier der Qualitätsanspruch jedes Einzelnen, mich selbst eingeschlossen, steigen würde, damit wir uns selbst, aber auch andere, als das, was wir sein wollen: Journalisten und nicht irgendwelche Hobby-Blogger.

  1. Kritik ist nicht gerne gesehen!

    Auf Grund meiner kritischen Einstellung zu einigen Themen wurde ich ja in der Vergangenheit bereits aus einigen Presseverteilern genommen und werde von einigen Firmen auch nicht weiter bemustert. Eine Bemusterung ist die kostenlose Zusendung von Spielexemplaren, damit man z.B. ein Review über ein Spiel schreibt.

    Sobald man ein wenig kritischer ist, wird man gerne ausgeschlossen. Dabei finde ich es wichtig meine ehrliche Meinung zu schreiben und habe mich ja auch bewusst dazu entschlossen diese Webseite werbefrei zu halten, damit ich mich eben nicht abhängig von Dritten mache.

  2. Diffamierung von Dritten

    Mir wurde auch Clickbaiting unterstellt, nur weil ich meine Artikeltitel provokant und auf den Text abgestimmt gewählt habe – nicht nur von Publishern oder Presseagenturen, sondern auch von anderen Webseiten rund um das Thema Spiele.

    Auch hier nutze ich die Freiheit, welche mir durch eine werbefreie Webseite eingeräumt wird und habe zwar ein paar Theorien wieso dies so gemacht wird, wären aber reine Spekulation.

  3. Einfaches abarbeiten, berichten, bloggen und kein Journalismus

    Jetzt mal ehrlich: Wann hast du das letzte Mal einen eigenständigen Artikel gelesen und nicht nur einfach eine News-Meldung, welche auf zig Seiten veröffentlicht wurde? Der Großteil der Spielewebseiten verarbeitet nämlich ausschließlich die Pressemeldungen. Dadurch entstehen zwar Inhalte, aber ohne einen wirklichen Mehrwert für den User.

    Es gibt meiner Meinung nach nur eine handvoll Spielewebseiten, welche sich intensiver und durchaus auch kontroverser mit verschiedenen Themen rund um das Thema Spiele auseinandersetzen. Man liest überall das gleiche, überall die gleichen Lobeshymnen auf irgendwelche Spiele, die mir, als Spieler, aber dann doch irgendwie nicht gefallen und da muss man sich ja auch schon fragen, wie objektiv das ganze überhaupt angegangen wird.

  4. Fehlender Zusammenhalt untereinander

    Dies mag auch ein Grund für den 3. Punkt sein, aber es gibt fast keinen Zusammenhalt unter den deutschen Spielewebseiten. Will man eine Kooperation eingehen, dann wird man erst einmal gefragt, was man denn bereit ist dafür zu bezahlen. Klar hat keine Firma ein rotes Kreuz auf der Stirn und arbeitet umsonst, jedoch ist dies, meiner Meinung nach, eigentlich nicht Sinn der Sache.

    Es gibt auch kein wirkliches Netzwerk, wie bei vielen YouTubern. Die einzigen Netzwerke sind ausschließlich zu Vermarktungszwecken vorhanden und nicht um ein echtes Netzwerk, mit Austausch zu bieten. Persönlich bin ich der Meinung das wir alle davon profitieren könnten, wenn wir als Betreiber solcher Webseiten zusammenarbeiten, Informationen austauschen, gemeinsam Ideen und Projekte realisieren und noch vieles mehr, das mit einem echten Netzwerk möglich wäre.

Vorschaubild: Renschgro, „Kraftwerk Vockerode III“, CC-Lizenz (BY 2.0)
Quelle: www.pigs.de

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