Abzocke Early Access? Warum Valve reagieren muss

Early Access war eine gute Idee, die von manchen Entwicklern jedoch schamlos ausgenutzt wird und inzwischen keinen besonders guten Ruf mehr hat. Valve sollte hier dringend reagieren.

Early Access war dazu gedacht, Indie-Entwickler bei der Entwicklung eines Spiels schon früh zu unterstützen. Und zwar mit Geld und Feedback. Spieler sollten in den Entwicklungsprozess eingebunden werden und das Team sollte schon früh unabhängig von Publishern an Geld kommen. Eigentlich eine lobenswerte Idee. Doch so ganz funktioniert hat sie nicht.

Early Access ist ein gutes Versteck für Entwickler

Denn manche Entwickler nutzen das Programm, um unfertige Spiele zu veröffentlichen, Geld zu verdienen und sich hinter dem Begriff „Early Access“ zu verstecken. Die Regeln, um in das Programm aufgenommen zu werden, sind relativ lax. Man muss im Prinzip nur etwas Spielbares vorzuweisen haben. Klar, dass dann komplett unfertige Spiele auf den Markt geworfen werden. Die Entwickler geben dann an: „Ist doch noch Early Access“ und sacken munter Geld ein. Ob das Spiel Spaß macht, ob es schon sein Geld wert ist, ob es jemals „fertig“ wird, interessiert keinen – außer den Spielern, doch die haben wenig zu sagen und werden nur zu Geldgebern degradiert.

Early Access wird schamlos ausgenutzt, hat keinen guten Ruf mehr. Valve sollte dringend härtere Regeln einführen. Klick um zu Tweeten

Valve sollte strenge Richtlinien einführen, was Early Access angeht. Ein Spiel sollte sich in einem relativ fortgeschrittenen Zustand befinden und maximal ein Jahr in der Early-Access-Phase verbringen dürfen, bevor es entweder veröffentlicht werden oder aus dem Programm genommen werden muss. Auf diese Weise könnten Entwickler das Programm nicht mehr dazu missbrauchen, unfertige Spiele zu veröffentlichen, für diese Geld zu verlangen und sich anschließend vor „echten“ Review und Bewertungen verstecken, weil das Spiel ja noch nicht fertig, sondern in der Early-Access-Phase ist. So würde der Begriff auch wieder positiver besetzt sein.

Es muss etwas passieren!

Allerdings verdient Valve kräftig an den Einnnahmen von Early-Access-Spielen mit, sodass mit einer Anpassung der Regeln eher nicht zu rechnen ist. Vielleicht sollten Magazine reagieren und ein Spiel schon dann bewerten und ein Review schreiben, sobald Geld dafür verlangt wird – unabhängig davon, in welchem Zustand es sich befindet. Vielleicht würden es sich Entwickler dann zwei Mal überlegen, wann sie ihr Spiel „veröffentlichen“.

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