Alexa nimmt heimlich Gespräch auf und sendet es an zufälligen Kontakt

Ja, jetzt werden wieder viele sagen „Ich hab‘ es euch doch gleich gesagt!!!!111Tröllf“ und ja, auch ich gehöre teilweise dazu, denn die Bedenken, dass dies passieren könnte, sind ja nicht neu. Dennoch haben sich die Verbraucher selber und freiwillig dazu entschlossen dieses Gerät zu erwerben. Ich habe bei meinem Staubsaugroboter explizit einen ohne W-Lan-Funktion gewählt, Roomba hat ja auch angekündigt die gespeicherten Grundrissdaten zu verkaufen.

Alexa nimmt heimlich Gespräch auf und versendet es

Heute Morgen dürfen so einige Alexa-Besitzer ein kleines, mulmiges Gefühl haben. Während eines Streits von einem Paar in Portland (Oregon, USA) hat Alexa offensichtlich Teile des Gespräches aufgezeichnet. Darüber ließe sich ja noch streiten, also über die Sinnigkeit, jedoch wurde das aufgezeichnete Gespräch dann einen zufälligen Kontakt des Paares gesandt.

Stellungnahme von Amazon

Amazon hat dazu bereits auch eine eher schlechte als rechte Stellungnahme veröffentlicht. Zusammengefasst: „Alexa habe im Streit Alexa als Sprachbefehl gehört“, und „Alexa habe im Streit den Send Message (Nachricht senden) Sprachbefehl gehört“. Zwar habe Alexa den Versand noch einmal gegengeprüft, jedoch war das Paar so mit sich beschäftigt, dass dieser Umstand unterging und Alexa vernahm aus dem Hintergrundstreit des Paares „Bestätigt“ (right).

Meine Meinung zu Internet of Things

Nun laufen die ganzen Datenschützer auf und fordern jetzt eine Änderung und das Amazon das prüft, aber ich sehe das anders. Wer sich freiwillig ein Alexa in die Wohnung holt, welches darauf ausgelegt ist sämtliche Gespräche, zumindest wahrzunehmen (Stimmaktivierung etc.), der sollte sich vielleicht nicht hinterher wundern, wenn Befehle mit der Stimme aktiviert wurden.

Viel fraglicher ist doch, ob es so ein Gerät überhaupt in erster Instanz benötigt hat. Viel fraglicher finde ich auch, dass sich die Käufer offensichtlich nicht im Klaren sind was für ein Stück Technologie sie mit Alexa erwerben. Die Informationen sind ja alle vorhanden und öffentlich einsehbar, ich finde, da trifft das Unternehmen Amazon jetzt nicht wirklich die Schuld.

Selber Schuld, vorher informieren könnte helfen!

Wenn sich jemand ein „Internet of Things“-Gerät wie Alexa in die Wohnung stellt, was darauf ausgelegt ist komplett vernetzt zu sein und sämtliche Umgebungsgeräusche wahrzunehmen, ja, dann hat man sich das Problem selber in die Wohnung geholt. Das verstehen aber halt nicht alle Kunden, aber deswegen gibt es ja auch Toaster den Hinweis „nicht zum Duschen geeignet“, weil es ja anscheinend nicht offensichtlich ist.

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