Blackjack – so alt und trotzdem noch so beliebt

Mobile Fantasy Gaming
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Es gibt wenige Spiele, die die Menschheit über Jahrzehnte, gar Jahrhunderte hinweg begeistern. Zu den beliebtesten gehören ohne Zweifel Klassiker wie Schach oder Mühle, mit denen sich schon die alten Römer die Zeit vertrieben. Auch bei manchen Videospielen kann man gegenwärtig den Eindruck bekommen, dass sie – trotz aller Schnelllebigkeit des digitalen Zeitalters – mehrere Generationen überdauern werden. Zu guter Letzt ist auch das Glücksspiel eine große Leidenschaft der Menschheit, darunter besonders das Glücksspiel mit Karten. Kein Wunder also, dass Blackjack zu den beliebtesten Kartenspielen aller Zeiten gehört – und heute nach wie vor intensiv gespielt wird. Dieser Artikel gewährt einen Überblick über das Spiel mit dem schwarzen Buben.

Am Anfang war die 21: Blackjack damals und heute

Schon mal von dem Film „21“ gehört, in dem eine Gruppe MIT-Studenten mit cleverer Blackjack-Strategie die Casinos ausräumen? Der Titel ist eine Anspielung darauf, dass man beim Blackjack 21 Punkte erzielen möchte, und klingt außerdem verdächtig nach dem Namen, den Blackjack noch trug, als es um 1700 zum ersten Mal in französischen Glücksspielhäusern auftauchte: Die Franzosen sprachen von „Vingt-et-un“, was übersetzt auch nichts anderes bedeutet als einundzwanzig. Ja, richtig gelesen: Bereits im 18. Jahrhundert spielte man beim Blackjack auf Sieg, was eindrucksvoll von Ölgemälden belegt wird, die wohlhabende Herren bei einer gediegenen Runde zeigen.

Den Sprung über den großen Teich schaffte das Spiel schließlich mit der Kolonialisierung – häufig ein Antreiber für die Verbreitung der Kulturen des Abendlandes, als die Franzosen in Nordamerika einmarschierten und sich in Kampfpausen bei einer Gauloise und einer Runde 21 entspannten. Joie de vivre eben! Die Regeln waren damals natürlich nicht genau die gleichen wie heute – beispielsweise konnte man selbst nicht verdoppeln, das war einzig und allein dem Croupier erlaubt. Doch spannend war das Spiel allemal – so spannend, dass es bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts anhielt, als Nevada Vorreiter für die Legalisierung von Glücksspiel wurde. Kein Wunder, dass die größte Glücksspieloase dieser Welt heute immer noch in diesem Bundesstaat zu finden ist.

Über die Jahre entwickelte sich das Kartenspiel stetig weiter zu dem Blackjack, das wir heute kennen. Das bedeutet allerdings lange noch nicht, dass sein Werdegang abgeschlossen ist. Allein die Verlagerung des beliebten Kartenspiels ins Internet bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Variation, die aus einem Klassiker plötzlich ein innovatives Vergnügen machen. Moderne Online-Casinos punkten derzeit vor allem mit Live-Blackjackrunden oder Virtual Reality. Eines bleibt aber nach wie vor gleich: Um beim Blackjack Erfolge zu verzeichnen, braucht man mehr als nur ein glückliches Händchen – maßgeblich ist auch die richtige Strategie. Im Folgenden werden ein paar der grundlegendsten Züge erklärt.

Blackjack-Grundregeln: Die Basics

Ein Blackjack-Spiel beginnt damit, dass der Croupier Karten an die Spieler austeilt. Ziel der Spieler ist es, mit dem Wert ihrer Karten an den Wert 21 heranzukommen – beispielsweise mit zwei Zehnerkarten – diesen Wert aber nicht zu überschreiten. Eine Zehn und ein Ass sorgen für eine Punktlandung auf der 21 – in diesem Fall spricht man von Blackjack und der Spieler erhält einen Bonus. Die ersten Karten sind also ausgeteilt. Nun kann man als Spieler einen Hit verlangen – eine weitere Karte –, mit dem Kommando „Stand“ auf eine weitere Karte verzichten oder seinen Einsatz erhöhen, um eine weitere Karte zu bekommen; im Jargon spricht man dann von „Double Down“. Dieser Zug wird aber in der Regel nur dann gewagt, wenn man ohnehin bereits eine Zehn oder ein Ass auf der Hand hat – denn dann fehlt nicht viel, um sich der 21 anzunähern. Die letzte Option nach dem Verteilen der Karten ist der sogenannte Split. Hier teilt ein Spieler seine Hand in zwei eigenständige Hände auf – und zwar dann, wenn er zwei Karten des gleichen Wertes besitzt. Naturgemäß erhöht das die Chance des Spielers, interessante Kombinationen zu landen.

Karten zählen – der Weg zum Sieg?

Viele, die am Tisch gewinnen wollen, verlassen sich immer noch auf Kartenzählen als Blackjack-Strategie – und dumm ist das nicht. Auch die bereits erwähnten Studenten des MIT brachten es damit weit und konnten eine Menge Bares einsacken. Man muss nicht einmal überdurchschnittlich mathematisch begabt sein, um mit dieser Strategie etwas zu reißen. Aufmerksamkeit und Übung benötigt man dafür allerdings schon – schließlich hat man im Casino mit allerlei Ablenkungen wie Musik, Kellnern, anderen Gästen und blinkenden Lichtern zu tun. Die meisten Spieler – Anfänger wie Fortgeschrittene – verlassen sich auf die Hi-Lo-Strategie. Hier achtet man darauf, welche Karten bereits ausgegeben wurden, und zieht daraus Schlüsse, welche sich weiterhin im Satz befinden.

Je niedriger der Wert der Karte an sich, desto interessanter sind die verbleibenden Karten für den Spieler – denn wenn bisher nur 2, 3, 4, 5, und 6 ausgelegt wurden, dann müssen früher oder später all die Asse und Zehner kommen. Karten mit niedrigem Wert erhalten daher ein +1, solche mit hohem Wert ein -1 und alle neutralen Karten eine 0. Über diese Zahlen berechnet man den Wert der Kartenpaare und stellt so den Running Count fest – welcher Grundlage für den eigenen Wetteinsatz ist. Erhöhen sollte man seinen Einsatz nur bei einem positiven Running Count ab +1. Wird mit mehreren Kartensätzen gespielt, berechnet man noch den True Count, indem man den Running Count durch die Anzahl der verbleibenden Decks dividiert.  Zieht man vom True Count eine Einheit ab, hat man seinen Wetteinsatz.

Der verflixte Hausvorteil

Hausvorteil ist wohl das Hasswort eines jeden begeisterten Casinogängers – und vielleicht hat Blackjack es auch deshalb zu so großer Beliebtheit geschafft, weil hier der Hausvorteil ausgesprochen gering sein kann. Betonung auf „kann“ – denn längst haben Casinobesitzer sich Möglichkeiten ausgedacht, um den Vorteil wieder auf ihre Seite zu schaffen. Deshalb noch ein Rat zum Schluss: Wer eine Blackjack-Partie mit mehreren Kartensätzen zu 6:5-Payout angeboten bekommt, lässt am besten die Finger davon. In diesem Sinne: Viel Erfolg!

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