Das Ende der MMORPGs? Der Markt in Südkorea bricht ein

World of Warcraft 6.2.2: Falscher Loot und andere Probleme
World of Warcraft 6.2.2: Falscher Loot und andere Probleme

Machen wir uns nichts vor: Das Genre der MMORPGs ist nicht mehr so beliebt, wie das noch vor einigen Jahren der Fall war. Dies zeigt sich nun sehr deutlich, da der MMO-Markt in Südkorea einbricht.

Die Financial Times berichtet, dass große südkoreanische MMO-Entwickler mit heftigen Gewinneinbrüchen zu kämpfen haben. Die Spielerzahlen sinken, genau wie die Einnahmen. Und das in Südkorea! Der Hochburg der MMORPGs! Wo jedes neu erschienene MMO wie verrückt gespielt wurde. Ist das das Ende des Genres?

MMOs bleiben

Nein, sicher nicht. Ja, der Boom ist vorbei, was sich die Entwickler auch selbst zuzuschreiben haben. Zum einen kann man nicht erwarten, dass sich das immer gleiche Spiel nur mit einem anderen Szenario noch genauso gut verkauft wie das, welches Genre groß gemacht hat. Zum anderen muss man das sich verändernde Spielerverhalten mit einbeziehen. Mit neu aufkommenden Genre wie MOBAs oder Helden-Shootern sowie neuen Möglichkeiten des Spielens wie Mobile Games ändert sich die Art, wie man Spiele spielt. Derzeit erleben beispielsweise Mobile Games genau das, was MMORPGs vor rund 12 Jahren erlebt haben – einen immensen Boom. Es macht einfach Spaß, unterwegs zu spielen – vor allem, wenn die neuen Games immer aufwändiger und interessanter werden.

Dem Genre der MMORPGs fehlt es an frischen Ideen, Innovationen und dem Mut, Risiken einzugehen. Das ist aber nicht einfach umzusetzen, da die Produktionskosten eines MMORPGs sehr hoch sind und kaum ein Entwickler/Publisher bereit ist, mehrere Millionen zu investieren, wenn man gar nicht weiß, ob das Spiel dann ein Erfolg wird.

MMORPGs haben sich etabliert und sie werden weiterhin ein fester Teil des Gamings bleiben – genauso wie alle anderen Genres. Und genau wie diese werden auch MMORPGs Berg- und Talfahrten durchleben. Irgendwann wird das Genre wieder durch ein interessantes, innovatives Spiel erfolgreich werden. So, wie dies bei den Single-Player-RPGs oder Adventures ebenfalls der Fall war. Was man aktuell sieht, ist nur das Ende des Booms. Und das bekommt Südkorea nun ebenfalls zu spüren.

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