Das war ja abzusehen – Wildstar wird Free2Play

Die einzige Frage, die ich mir dabei stelle ist: Wieso ist das nicht schon früher passiert? Schon als Wildstar 2011 angekündigt wurde gingen viele davon aus, dass es ein Free2Play-Spiel wird. Als man dann doch ein Abo ankündigte, konnte man die Fragezeichen über den Köpfen der Spieler regelrecht sehen. Glaubte man wirklich, dass man noch mit einem Abo-Modell den Massenmarkt erreichen kann? Wenn schon zuvor so viele MMOs am Abo gescheitert waren?

Das Ende der Abos

Vielleicht war aber von Anfang an ein Umstieg auf Free2Play geplant und man wollte nur die ersten interessierten Kunden „mitnehmen“ und war sich sicher, dass man einige Monate mit Abogebühren und dem Verkauf des Spiels gut leben könnte, vielleicht sogar die Produktionskosten hereinspielen könnte. Wie dem auch sei, Wildstar wird Free2Play. Dies ist ein weiterer Nagel für den Sarg des Abo-Modells. Ja, World of Warcraft läuft noch gut mit einem Abo, aber WoW stellt auch eine Ausnahme dar. Es erschien zu einem Zeitpunkt, als Abos die einzige Möglichkeit waren, ein MMORPG zu spielen. Hinzu kommt, dass Blizzard mit dem Spiel eine ungeheure Menge an Spielern erreichen konnte. Das sind treue Fans, die selbst heute noch dabei sind. Auch in Nischenmärkten kann ein Abo funktionieren, wie EVE Online zeigt. Wenn man aber eine breite Masse mit seinem Spiel erreichen will, dann ist ein Abo heutzutage eine eher schlechte Wahl.

Ab wer weiß, vielleicht kommt irgendein Entwickler mal auf eine neue Idee, denn selbst Free2Play haftet ein eher zweifelhafter Ruf an und viele schrecken davor zurück. Das wiederum bedeutet, dass man selbst mit einem Free2Play-Modell nicht so viele Spieler erreicht, wie man eigentlich erreichen könnte. Man darf also gespannt sein, welche Pläne die Industrie verfolgt und mit welchen Geschäftsmodellen man uns in Zukunft erfreut. Abos werden es wohl eher nicht sein.

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