Der Charakter von Städten in Computerspielen

Besucht man in einem RPG eine Stadt, so möchte man sich von dieser verzaubern lassen. Welche Geheimnisse mögen wohl in dieser dunklen Gasse lauern? Welche Geschichte hat die Stadt? Welche Personen leben dort? Gibt es mehrere Städte, so sollten sich diese deutlich von einander unterscheiden. Auch optisch. Denn was bringt es, mehrere Städte in einem Spiel zu besuchen, wenn diese alle ähnlich aussehen?

Städte sind mehr als Ansammlungen von Gebäuden

Eine Stadt sollte man in einem Spiel wie eine Art zusätzlichen und wichtigen Charakter behandeln. Welche Merkmale hat die Stadt, welche Besonderheiten? Was unterscheidet sie von anderen Siedlungen? Wenn man eine Stadt betritt, so muss man sofort wissen, in welcher man ist, weil sie so aufgebaut ist, dass man sich gleich zurecht findet. Der Aufbau sollte einzigartig sein, sodass er einem in Erinnerung bleibt.

Was ebenfalls hilft ist, wenn man jeder Stadt eine einzigartige Melodie verleiht. Betritt man eine Stadt, so erkennt man diese sofort an der Musik. Dies funktioniert auch, wenn es nur eine große Stadt gibt, denn diese kann ja in Bezirke unterteilt sein, die alle eigene „Persönlichkeiten“ haben.

Städte sind Charaktere

Städte in Computerspielen sind ein wichtiges Instrument, um die Größe einer Welt zu demonstrieren und, um einen Gegensatz zu offenen Wildnisgebieten oder Dungeons zu haben. Urbane Geschichten sind ebenfalls reizvoll. Viele gute Abenteuer in RPGs spielen in Städten, in denen Intrigen herrschen oder sich Gilden gegenseitig bekämpfen. Städte sind Bastionen in wilden und feindlichen Umgebungen.

Städte dürfen nur nicht einfach eine Ansammlung von Bauwerken sein, die man eben einfach irgendwie hinsetzt. Der Aufbau einer Stadt verleiht ihr einen Charakter. Und daraus entsteht dann die Persönlichkeit. Wer als Designer eine Stadt oder ein Dorf nur als eine Art „Hub“ entwirft und sie nicht als vollwertigen Charakter ansieht, der hat schon verloren.

2 Kommentare

  1. Interessanter Gedanke. Aber ich verstehe trotzdem nicht ganz den Hintergrund deines Themas? Gibt es Beispiele für schlechte Städte? Oder auch für gute?

    • Das kommt ja auch immer auf das jeweilige Spiel drauf an. Grundsätzlich finde ich Tag- / Nachtwechsel durchaus interessant, mit unterschiedlichen Events – halt so Nebenevents, nichts wo man dann ewig warten muss um voran zu kommen.

      Halt eine lebendige Stadt, wo die Quests und der eigene Ruf Auswirkungen auf den Umgang mit dir haben, vielleicht auch wo man Städte mit-managen kann in der Fantasywelt oder Ähnliches, das fände ich mal gut.

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