Der Einfluss von Backern, die viel Geld ausgeben, auf das Design von Spielen

Berechtigt viel Geld zu einem höheren Einfluss? Der Gerechtigkeit wegen müsste man sagen „Nein“. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Gerade bei Indie-Spielen, die auf jeden Cent für die Entwicklung angewiesen sind. Jemand, der beispielsweise im Onlinegame Shroud of the Avatar 10.000 Dollar für Spielerstädte und Housing ausgegeben hat, der möchte nicht nur diese Stadt haben, sondern zudem einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Spiels ausüben. Und er möchte Vorteile haben gegenüber denjenigen, die sich nur mit einem geringeren Betrag an der Finanzierung des Spiels beteiligt haben.

Wer mehr bezahlt, hat mehr zu sagen?

Ob dieser Einfluss wirklich stattfindet, darüber kann man nur spekulieren und sich diverse Hinweise im offiziellen Forum und der Entwicklung des entsprechenden Spiels ansehen. Eine wirkliche Stellungnahme der Entwickler, die dies bestätigt, wird man nicht erhalten. Wenn man jedoch von solchen Beträgen abhängig ist, dann wird man vielleicht eher ein Auge bezüglich eines Wunschs eines solchen Backer zudrücken, wenn dieser damit droht, die Finanzierung zurückzunehmen kein weiteres Geld in das Spiel zu stecken.

Da wundert es dann nicht, wenn in einem Forum in Threads zu bestimmten Themen wie Housing oder PvP selbst bei ständig denselben Fragen und Diskussionen kaum Moderation stattfindet, während zu anderen Themen wie etwa einem geplanten Single Player oder Offline Modus verstärkt moderiert wird, weil dieses Feature den Backern, die viel Geld für Online, PvP, Housing etc. gegeben haben, ein Dorn im Auge ist.

Sollen Spieler das Design eines Games bestimmen?

Eine solche Lenkung des Spieldesigns von Außen kann jedoch dazu führen, dass sich das Spiel zu etwas entwickelt, dass nur einem kleinen Prozentsatz von Spielern gefällt. Diejenigen, die sich mit weniger Geld an der Finanzierung beteiligt haben, fühlen sich mit der Zeit veräppelt und kehren dem Spiel den Rücken. Ob sich ein Onlinegame dann aber noch auf längere Sicht tragen lässt? Hinzu kommt der Umstand, dass sich ein Crowdfunding-Spiel besser nicht zu sehr von der ursprünglichen Vision entfernen sollte. So etwas kam noch nie gut an und endete auch meist nie gut für das entsprechende Produkt. Spätestens bei den Tests eines solchen Spiel könnte sich so etwas sehr böse rächen.

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