Der Fokus auf Multiplayer nervt, liebe Entwickler!

Immer mehr Computerspiele bieten nicht nur einen Multiplayer-Modus, sondern fokussieren sich darauf und die Einzelspieler-Inhalte stehen hinten an. Und genau das nervt!

Multiplayer-Inhalte sind schön und gut – doch wirken sie sich negativ auf den Einzelsieler-Part aus, hört der Spaß auf. Wenn es keine Konsequenzen mehr für meine Handlungen im Spiel gibt, weil der Bossgegner immer wieder respawnt oder weil die Prinzessin immer wieder entführt wird, dann ist es sinnlos, diese Inhalte überhaupt noch zu machen. Warum sollte ich die Prinzessin retten, wenn sie immer und immer wieder entführt wird. Wo bleibt die „Errungenschaft“, das Gefühl, etwas in der Spielwelt erreichen zu können?

Multiplayer erstickt Single-Player

Oder wenn es Spielerhousing gibt und sich deswegen die Spielwelt nicht verändern kann. Eine dunkle Macht belagert die Stadt, doch diese kann weder zerstört, noch eingenommen werden, weil diejenigen, die dort ein Haus besitzen, sonst sauer wären.

Ständig sehe ich irgendwelche herumhampelnden Spieler mit kuriosen Namen, die mir den Spielspaß verderben. Irgendein Spieler spricht mich an und spoilert, wie die nächste Quest ausgeht oder schnappt mir einen Bossgegner vor der Nase weg. So etwas macht einfach keinen Spaß, liebe Entwickler. Da hört auch irgendwann die Toleranz auf und man sieht nicht mehr ein, dass man so etwas akzeptieren muss, weil Multiplayer eben „wichtig“ ist. Es ist genug! Konzentriert auch darauf, spannende Geschichte zu erzählen, die auch Konsequenzen auf die Welten und deren Bewohner haben. Multiplayer geht mir so langsam gehörig auf den Zeiger, wenn der Single-Player-Part darunter leidet.

Bioware will mit Anthem diesen Spagat zwischen Story und Multiplayer schaffen. Doch ich bin extrem skeptisch und befürchte, dass der Storypart wieder einmal total verwässert sein wird, weil man sich eben auf den Multiplayer konzentrieren „muss“ – Bäh!

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