Der Spaß ist vorbei: Youtuber zerfleischen sich aus Gier und Neid gegenseitig

Let’s Player Harald Fränkel erklärte, dass er aufhören würde. Einer der Gründe ist das Verhalten der Youtuber untereinander. Eigentlich sollten es Kollegen sein, die sich gegenseitig unterstützen und helfen. Doch dem ist offenbar nicht so. Als Harald Fränkel – der öffentlich bewusst unter seinem echten Namen auftritt – auf seinem Kanal „Fränkel frotzelt“ erklärte, dass er seinen Youtube-Kanal auch deswegen betreiben würde, weil er damit einen Teil zum Lebensunterhalt für seine Familie beitragen möchte, war es vorbei mit dem Spaß und der Kollegialität.

Youtube ist ein Geschäft

Auf Youtube spricht man anscheinend nicht über Geld, denn schließlich macht man dort alles aus Herzensgüte, weil man anderen eine Freude machen möchte und weil einem Regenbögen aus dem Hintern kommen, mit denen man seinen Lebensunterhalt bestreitet. Es ist verständlich: Blicken die Fans hinter die Kulisse und erkennen, dass es sich nicht um Spaß, sondern um ein Geschäft handelt, könnte die Illusion wie eine Seifenblase zerplatzen. Youtuber sind jung und richten sich an ein junges Publikum, das sich mit ihnen identifizieren kann. Sie sind auch Vorbilder. Bei Kindern und Jugendlichen spielt Geld verdienen noch keine Rolle. Das Leben dreht sich auch ohne Job weiter und wer etwas des Geldes wegen macht, der ist uncool. Das wissen viele Youtuber und Let’s Player und möchten weiterhin den Anschein wahren, als würde Geld für sie keine Rolle spielen. Schließlich will man die Einnahme-Quelle „Fans“ nicht verlieren.

Einen „Kollegen“ aber öffentlich fertig zu machen und ihm zu schaden, sodass er seinen Kanal aufgeben muss und sogar psychische Probleme bekommt, zeigt aber eindeutig, wie der Hase wirklich läuft. Das mag für den einen oder anderen enttäuschend sein, aber die Wahrheit ist nunmal kalt und hart.

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