Die Casualisierung der MMORPGs

Alles wird immer einfacher in Spielen. Weniger Fertigkeiten, unkompliziertere Steuerung, weniger Fenster auf dem Bildschirm…

Spieleentwickler wie etwa Bioware versuchen sogar, die Steuerung eines Spiels so zu vereinfachen, dass man für alles nur noch einen Knopf zu drücken braucht. Auf diese Weise kann selbst Opa Heinz ein Rollenspiel spielen und sich daran erfreuen. Coregamer sehen das natürlich nicht so gern. Man möchte etwas in einem Spiel zu tun haben, gefordert werden und nicht nur einen Knopf drücken und sehen, was passiert.

Als MMORPGs aufkamen, waren sie sehr komplex. Es gab zig Fenster, die man alle möglichst gleichzeitig geöffnet haben musste, um alle Funktionen ausführen zu können. Um Erz abzubauen, waren mehrere Schritte nötig, ganz zu schweigen davon, aus dem Erz dann eine Waffe herzustellen. Dies wurde schon fast zu einer Wissenschaft für sich.

Heutzutage reicht ein Klick. Ein Klick aufs Erz und es wird abgebaut. Ein Klick auf den Schmelzofen und man hat Metall und ein Klick auf den Amboss und man bekommt die Waffe. Schnell und simpel. So, wie es die Generation Social Game sich wünscht. Denn genau auf diese zielen die modernen MMORPGs ab. Man braucht mehr Spieler, mehr Kunden, mehr Geld. Und die erreicht man nur, indem man sich neuen Zielgruppen öffnet. Wenn dadurch alteingesessene Fans abgeschreckt werden, dann ist das ärgerlich. Aber man setzt noch immer auf den Gedanken, dass einem Fans trotz allem treu bleiben und ihr Lieblingsspiel weiterspielen wollen.

Daher wird der Trend zu mehr Casual-Content in MMOs weiter anhalten. Und der Trend wird auch nicht vor anderen Genres halt machen. So bleibt Spielern nichts anderes übrig, als dies zu akzeptieren, zu hoffen, dass dennoch zwischendurch ein Coregame erscheint oder sich dem Indepent-Markt zuzuwenden, denn hier entwickeln Spieler für Spieler.

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