Fast jede Person die ich privat kennengelernt habe hat mich immer darum beneidet in der Gaming-Branche zu arbeiten. So ging es mir am Anfang auch, gar keine Frage! Wer träumt denn nicht davon sein Hobby zum Beruf zu machen, angestachelt von den gut-meinenden Ratschlägen der Familie „Mach doch was Richtiges und sitze nicht den ganzen Tag vor dem PC!“.

Du willst in die Gaming-Branche? Weiß worauf du dich einlässt!
Du willst in die Gaming-Branche? Weiß worauf du dich einlässt!

Alleine um zu zeigen das es doch geht, war es für mich wichtig diesen Schritt zu gehen. Ich will das auch gar nicht mies reden, vor 10 Jahren war die Branche einfach eine komplett andere als sie heute ist. Damals ging man noch Risiken ein, wenn man ein Publisherstudio in Deutschland eröffnete, heute kann man in Großstädten hinspucken wo man will und trifft ein Firmenschild.

Damals konnte man noch vieles ausprobieren und man hat auch vermehrt mit Personen zusammengearbeitet welche die gleiche Passion mit einem teilten. Der zunehmende Erfolg von Online-, Browser- und Mobilspielen hat dies, meiner Meinung nach, geändert. Inzwischen sind die Firmen, welche kreativ arbeiten, bedeutend in der Unterzahl.

Wie konnte dieser Wandel passieren?

Durch den Erfolg! Investoren haben das Potential gesehen, Firmen gegründet oder aufgekauft und so befinden sich inzwischen hauptsächlich wirtschaftlich orientierte Unternehmen am Markt. Klar hat niemand ein rotes Kreuz auf der Stirn und will wirtschaftlich arbeiten, aber das steht hier nicht im Fokus.

Diese Investoren haben oftmals kein Verständnis von der Gaming-Branche und nur die wenigsten erlauben sich die gesonderten Ausgaben im Bereich Consulting, Marktanalyse oder Wettbewerbsanalyse.

Talentscouting vs. Betriebswirtschaftlichkeit

Man stellt halt Leute ein, die einem von der Qualifikation her passen, hauptsächlich studierte. In einigen Bereichen mag das durchaus Sinn machen, wie z.B. im Bereich der IT. Durch die Einstellung von Personen, welche eventuell fachlich durchaus ein solides Verständnis haben, aber keinen Einblick in den Gaming-Markt, geschweige denn den deutschen Gaming-Markt, besitzen, entsteht meiner Meinung nach an dieser Stelle ein maßgebliches Problem, unter welchem die Firmen durchaus auch leiden.

Ich stimme durchaus zu das in bestimmten Knotenpositionen Personen sitzen müssen, welche durchaus alles evaluieren können, auch fachlich – die Zuarbeit sollte aber von Gamern kommen, dann umgeht man auch das gewöhnliche Marketing-BlaBla, erhält einen frischen und unter Umständen kreativen Gedankenansatz und kann somit, meiner Meinung nach, die Werbekosten senken, die Kunden zufriedener halten, als auch die Drop- und die Akquisitionsquote positiv beeinflussen.

Unterschätzung und Überschätzung

Jedoch bin ich der Meinung das viele Unternehmen das Potential eines Gamers unterschätzen, obgleich ich auch die Kehrseite sehen kann: es wird unter Umständen länger für Aufgaben benötigt als erwartet, eventuell wird diese dann nicht im richtigen Format abgeliefert oder die Formulierungen sind holperig.

Ich kann verstehen, dass jemand aus betriebswirtschaftlicher Sicht diesen Kandidaten nicht nehmen würde, gerade weil er sich, vielleicht, weil die Person sich selber in dem Bereich nicht auskennt, auch auf die Person und deren Kenntnisse verlassen können muss.

Wie oben bereits gesagt bin ich durchaus für Sicherungsmechanismen in bestimmten Positionen, von dort sollte aber auch Wissen vermittelt werden, denn wie sonst kann man seine Mitarbeiter weiter fordern, wenn man sie nicht fördert?

Fehlende Förderung = Hohe Fluktuation

Gerade der fehlende Wille zur Fort- und Ausbildung (nicht im Sinne eines Berufsbildes, sondern von Wissenstransfer) wird meines Erachtens zu selten angeboten oder geschweige denn ermöglicht. Dieser fehlende Wille in die eigene Belegschaft zu investieren führt dann im Umkehrschluss zu einer hohen Fluktuationsquote, was sich dann wieder auf die Arbeitsatmosphäre in den unterschiedlichen Betrieben, als auch beim Arbeitnehmer selbst auswirken kann.

Ich weiß von Firmen in denen sich die Mitarbeiter in ihrer Freizeit gegenseitig Grundkenntnisse in Excel beibringen, ohne Freistellung in der Arbeitszeit, geschweige denn die Ermöglichung von Volkshochschulkursen. Natürlich steigt die Frustration, die Arbeitskollegen die man so mochte sind nicht mehr vorhanden oder teilweise mit sehr fragwürdigen Argumenten gekündigt worden.

Durch diesen fehlenden Wissenstransfer und nur rudimentär ausgeprägter Kommunikationskultur in vielen Firmen, ich würde sogar behaupten das dies branchenunabhängig ist, hat man eine sehr hohe Fluktuation unter den Arbeitnehmern. Oftmals fühlen sich Neueinsteiger dadurch auch ausgebremst, da ihnen, jedenfalls gefühlt, die Möglichkeit genommen wird sich zu entwickeln oder in Firmen aufzusteigen.

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