EA wird aufgefordert mehr und bessere Mikrotransaktionen anzubieten

Also, es gibt ja selten Newsmeldungen die mich so hart meine Augen rollen lassen das ich fast umfalle und diese gehört eindeutig dazu. PCGames hat darüber berichtet, dass das Marktforschungsunternehmen Superdata bei EA noch Verbesserungspotenzial im Bereich der Mikrotransaktionen sehe. Ach, oh Wunder! Da fällt es mir ja wie Schuppen von den Augen, war mir natürlich noch gar nicht aufgefallen! Dafür muss man offensichtlich studiert haben und ein 5-stelliges Gehalt einstreichen, damit man befähigt ist diese tiefenanalytische Aussage treffen zu können… nicht!

Mikrotransaktionen… und alle so: Yaaay!

Meine Güte, jetzt mal ehrlich – das ist eine Meldung? Und das die Call of Duty-Community eher Mikrotransaktionen unterstützt als die Star Wars-Community? Liegt natürlich nicht daran wie einschneidend die Mikrotransaktionen eingebaut wurden oder, dass diese, wie bei Battlefront 2, absolut notwendig sind um was zu reißen.

Der Publisher hat bei älteren Spielen natürlich nicht noch softere Varianten eingebunden oder ausprobiert, bis er irgendwann einmal eine Schelle der Community erhalten hat. Nein, das ist absolut undenkbar!

Das es inzwischen soweit ausgereizt wird, dass die europäischen Behörden gegen einzelne Publisher auf Verdacht des illegalen Glücksspiels ermitteln ist natürlich auch absolut kein Thema.

Was soll dieses rumgeeier?

Eigentlich heißt es doch nur, dass die Mikrotransaktionen zu „auffällig“ gestaltet waren und man bessere Wege finden muss den Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Klar, ist ein Unternehmen, wollen für ihre Arbeit entlohnt werden, dafür habe ich volles Verständnis. Man kann es aber auch übertreiben. Klar kann man die heutige Zeit nicht unbedingt mit SNES-Zeiten vergleichen, wo man ein Spiel gekauft hat und das wars. Denn die haben damals ja auch 80 Mark gekostet, was heute ungefähr 40 EUR wären, ohne DLCs. Na, da kann man ja gleich am Roulette Strategien versuchen.

Das eigentliche Problem an DLCs oder Mikrotransaktionen ist doch, dass diese an irgendeiner Planungsstelle berücksichtigt werden müssen und man dann diese Systeme auch einbauen muss. Das heißt, dass man langsam aber stetig den Anreiz diese zu Nutzen schmackhaft macht und damit nimmt dieses Monetarisierungsmodell direkten Einfluss auf das fertige Spiel, denn dieses wird am Ende nur noch um die Mikrotransaktionen herum aufgebaut. So erreicht man als Spieler dann irgendwann den Zeitpunkt wo man doch mal eben ein paar Euro investieren kann, bevor man stundenlang für einen bestimmten virtuellen Gegenstand farmen muss.

 

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