Fedex-Quests in RPGs – Wir leben im 21. Jahrhundert!

Was sind Fedex-Quests? Der Begriff stammt daher, dass man in der Spielwelt im Prinzip nichts anderes als ein Postbote ist. NPC A übergibt dem Spieler einen Gegenstand und schickt ihn zu NPC B. Dieser wiederum übergibt dem Spieler einen Brief und schickt ihn zu NPC C. Dieser wiederum schickt den Spieler zu NPC D, um dort etwas abzuholen.

Bitte keine Fedex-Quests mehr!

Derartige Quests waren früher weit verbreitet. Denn Quest-Systeme in RPGs waren noch nicht besonders ausgefeilt und Fedex-Quests stellten eine gute Möglichkeit dar, den Spieler von A nach B zu bringen. Inzwischen locken solche Aufträge aber keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Dass es mal zu solchen Quests kommen kann, ist ja ok. Doch sollten sie nicht überhand nehmen. Inzwischen gibt es so viel mehr Möglichkeiten, spannende Geschichten voller Wendungen und Überraschungen zu erzählen, dass Fedex-Quests nur wie eine lahme Ausrede von Entwicklern daherkommen, die keine Zeit oder Lust haben, sich komplexere Aufgaben auszudenken.

Bitte mehr Überraschungen und Wendungen!

The Witcher 3 hat hier einfach in jüngster Zeit die Messlatte so hoch gesetzt, dass es für andere Entwickler schwer geworden ist, dies zu toppen oder teilweise auch nur zu erreichen. Die Quests sind vielschichtig und immer spannend. Klar muss man auch mal was holen oder finden, doch selbst diese Fedex-Quests sind so verpackt, dass sie nicht wie Fedex-Quests anmuten. Es gibt immer Wendungen und Überraschungen und ein NPC, von dem man glaubte, dass man ihm vertrauen kann, entpuppt sich plötzlich als Verräter. Auch solche Dinge sind es, die eine Story mittragen und interessant machen. Wenn jeder NPC nur eindimensional ist, dann bleiben einem Spieler weder die Charaktere, noch die Story in Erinnerung. Und bei Fedex-Quests nicht mal die Missionen. Liebe Entwickler, gebt euch also mehr Mühe, was die Quests in RPGs angeht. Viele Fedex-Quests will ich nämlich nicht mehr sehen!

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