Games in 60 fps – Für mich nicht.

60 Bilder pro Sekunde lassen das Geschehen auf der Leinwand oder auf dem Monitor besonders flüssig erscheinen. Bewegungen erscheinen realistischer und feiner. Es gibt keinen Verwischeffekt mehr, wenn schnelle Bewegungsabläufe gezeigt werden. Das erste Mal sah ich dies bei einem neuen Fernseher, welche über eine „Motion Plus“-Technologie verfügte. Ehrlich gesagt war ich wenig überzeugt vom Effekt, es sah schlicht seltsam aus. Man versicherte mir, dass Filme, die nativ mit 60 Bildern pro Sekunde gedreht werden, besser aussehen, da bei „Motion Plus“ einfach nur die fehlenden Bilder berechnet werden. Gut, dachte ich mir und sah mir den ersten Hobbit-Film im neuen HFR-Format an. Doch auch das überzeugte mich nicht. Ich fühlte mich sogar irgendwie unwohl während des Films.

60 fps? Nein Danke.

Nun spiele ich aktuelle Games ebenfalls in 60 fps. Die Bewegungen sind schön flüssig und doch sieht es merkwürdig aus. Unecht. Einen ähnlichen Effekt haben Filme und TV-Serien auf mich, die ohne einen speziellen Filter gedreht wurden. Ist es der künstlerische Aspekt, der fehlt? Mit 60 Bildern pro Sekunde und ohne Filter sehen die bewegten Bildern realitätsnäher aus. Doch will man das immer sehen? Sollen Filme und Spiele nicht auch einen gewissen künstlerischen Anspruch erfüllen? Dieser geht meiner Meinung nach flöten, sobald das Bild zu realistisch wirk und das ist bei 60 Bildern pro Sekunde – zumindest für mich – der Fall. Das mag bei anderen anders sein. Ich kenne viele, die total von dieser neuen Technologie begeistert sind. Da spiele ich dann doch lieber mit weniger fps, auch wenn das vielleicht ab und zu ein wenig ruckelt oder schnelle Bewegungsabläufe verwischen.

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