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Egal, ob es sich um die Gaming-Branche, den Möbelmarkt oder Lebensmittel handelt – die Konkurrenz ist groß. Wer ein Produkt hat, will es verkaufen. Und um das zu erreichen, entwickeln viele Firmen mittlerweile sogar mehr oder weniger einfallsreiche Daddeleien, die Neukunden locken und Bestandskunden halten sollen. Frei nach dem Motto: „Gaming ist allgegenwärtig, nehmen wir den Trend also mit“. Selbst Amazon köchelt bald im Spiele-Topf mit.

Was würdet ihr machen, wenn ihr ein Online-Lieferservice für Lebensmittel seid, Pizza und Sushi an die Leute bringt, und auf euch aufmerksam machen möchtet? Plakatwerbung, Fernsehspots und nervige Nachrichten auf das Smartphone? Das funktioniert heute leider nicht mehr ganz so gut. Schließlich werden wir mittlerweile mit so viel Werbung bombardiert (mehr als 5.000 Werbungen pro Tag!), dass wir nur noch knapp 2 Prozent davon wahrnehmen.

Werbung muss Emotionen schaffen, um gesehen zu werden und nachhaltig zu wirken. Sie muss uns einen Mehrwert bieten, sonst können wir damit nichts anfangen. Zudem sollte man am Puls der Zeit sein, denn kommt die Idee aus den 90ern, ist sie… naja… zu alt. Obwohl, das könnte bereits wieder Retro-Charakter haben. Alles Fachwissen nützt aber nichts, wenn es der Idee an Originalität fehlt. Was macht man also, wenn man mit Pizza und Sushi online auf sich aufmerksam machen möchte? Man bedient sich der Gaming-Branche, die immer noch boomt und jährlich weiter wächst. Das hat zum Beispiel mjam.at gemacht. Der Lieferservice hat einen Blog, auf dem man das eigens kreierte Mjams-Flinke-Fahrer-Game zocken kann. Darin fährt man mit dem Auto oder dem Fahrrad durch die Straßen und sammelt Pizza und Burger ein. Aber Vorsicht vor dem Stopp-Schild… Für den kleinen Zock zwischendurch ist das Spiel tatsächlich ganz nett – und wenn man dann auch noch Hunger auf Pizza, Burger, Sushi und Co. bekommt, hat es sein Ziel voll und ganz erreicht.

Virales Marketing

Online-Spiele sind ein erfolgreiches Werbemittel. Auch Autohersteller Kia hat sich mit der Gaming-Branche vereint. Wie bei mjam.net stand man anfangs vor der Frage: Welche Kunden möchte ich erreichen? Im Falle von Kia waren es dynamische Adrenalinsucher, die gerne ein High-Performance-Car wie den Kia Ceed fahren würden. Und die glaubte Kia unter den Gamern zu finden. Damit die aber auf das neue Automodell aufmerksam werden, musste ein Game her. Mit der App GT Ride kann man nicht nur Autorennen fahren, sondern seine eigene Strecke nach Belieben selbst zusammenbauen. Dazu schwenkt man einfach sein Smartphone in alle Richtungen und designt so den Streckenverlauf. GT Ride kam bei den Gamern sehr gut an und verbreitete sich anschließend viral durch Facebook und Co.

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