Gamigo schluckt umstrittene YouTube-Firma Mediakraft

Es kommt immer wieder mal vor das mich eine Information nicht oder nur verspätet erreicht. So zum Beispiel auch die neueste Akquise der gamigo AG: Mediakraft.

Bekannte YouTuber, wie LeFloid oder Simon Unge waren längere Zeit Mitglied des Netzwerkes Mediakraft, welches auch die Vermarktung der benannten Youtube-Kanäle übernommen hatte.  Diese und noch weitere YouTuber haben das Netzwerk 2014 verlassen und in YouTube-Kreisen einen kleinen Skandal ausgelöst.

Mediakraft ist eines der Unternehmen, welches YouTuber vertritt, denen Spiele zum „Let’s Playen“ gibt und dafür hohe Summen – normalerweise 60 EUR – 80 EUR TKP, verlangt. Den Zuschauern wird natürlich nicht gesagt das es sich bei dem Video um ein bezahltes Werbevideo handelt, wodurch das Unternehmen den Tatbestand des unlauteren Wettbewerbs erfüllt hat.

Nun hat die gamigo AG das Medienunternehmen aufgekauft. Ein Grund dafür dürfte natürlich die, trotz des Verlassens einiger YouTuber, hohe Reichweite der Werbeeinblendungen, als auch die Umsatzerlöse des Unternehmens sein. Klar ist auch das dieses Unternehmen nun gezielt genutzt werden kann und meiner Einschätzung nach auch wird um das eigene Spielportfolio zu bewerben.

Als in 2014 die Bezirksregierung Mittelfranken gegen Mediakraft den Sachverhalt des unlauteren Wettbewerbs prüfte wies Mediakraft diese Vorwürfe zuerst zurück um diese dann im Nachhinein doch einzugestehen und darauf zu verweisen das man werbliche Inhalte für die Nutzer kenntlich machen würde.

Seit diesen Vorfällen war es recht ruhig um Mediakraft geworden, was durchaus auch an den sehr fragwürdigen Knebelverträgen des Unternehmens mit YouTubern liegen kann. Aus der Erfahrung der öffentlichen Bloßstellung wurde nämlich lediglich das Fazit gezogen diese Verträge noch restriktiver zu machen und Schadensersatzforderungen im Falle eines Vertragsbruches geltend machen zu können.

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