Glücksspiel im virtuellen Raum: Spielgeld oder Echtgeld?

Der Markt für virtuelles Glücksspiel ist ständig im Wachstum begriffen und ständig werden neue virtuelle Casinos eröffnet. Das Problem dabei ist jedoch, dass sich viele Spieler hier in einem rechtlichen Graubereich bewegen. Derzeit ist in Deutschland die rechtliche Situation im Bezug auf die virtuellen Casinos nicht exakt geklärt, was auch immer wieder von Politikern bemängelt wird.

Mit einem Fuß im Gefängnis?

Der Landtagsabgeordnete Christian Dürr zeigte in einem Interview die Gefahren dieser bisher ungeregelten Situation auf. Grundsätzlich sind in Deutschland öffentliche Glücksspiele verboten, wie öffentlich die virtuellen Casinos sind, ist bisher nicht geklärt. Erschwerend kommt hinzu, dass genau aus diesem Grund die Casinos ihren Sitz in Drittländern haben, in denen eine gänzlich andere Rechtslage herrscht. Gerade in Streitfällen haben die Spieler dann oft das Nachsehen und werden nicht selten um ihre Gewinne gebracht. Zudem erschwert es auch den Jugendschutz sowie den Schutz von Spielsüchtigen. Während normale Casinos vermehrt von älteren Spielern besucht werden, ist die Nutzer virtueller Casinos sehr jung. Oft sind sie sogar unter dem gesetzlichen Mindestalter, da sie sich mit falschen Informationen registrieren und Zahlungsmöglichkeiten wie die paysafecard ein nachvollziehen der Spieler fast unmöglich macht.

Spielgeld – spielen ohne finanzielles Risiko

Wer sich bei einem Casino im Netz anmeldet der hat die Möglichkeit virtuelle Credits zu verspielen. Dadurch macht ihr euch einerseits nicht strafbar, andererseits besteht auch kein Risiko echtes Geld zu verlieren. Das Risiko der Spielsucht bleibt allerdings bestehen, denn nur weil kein echtes Geld eingesetzt wird, bedeutet dies nicht, dass ihr nach den vielen Spielen süchtig werden könnt. Die virtuellen Credits haben jedoch zusätzlich den Vorteil, dass neue Spiele risikolos probiert werden können. Viele nutzen das Spielgeld, um beispielsweise Spiele wie Roulette oder Poker einmal zu probieren, damit sie dann im Casino gleich problemlos in Spiel einsteigen können.

Echtgeld – wenn aus kleinen Einsätzen große Verluste werden

Bei vielen Spielen wie den virtuellen Automaten sind oft nur wenige Cent Mindesteinsatz. Auf den ersten Blick kein großer Verlust, jedoch können sich diese kleine Beträge rasch aufsummieren und das Ergebnis ist ein großer Verlust. Viele virtuelle Casinos bieten zwar die Möglichkeit sich selbst ebenfalls Limits an Beträgen, die pro Tag verspielt werden, zu setzen, was jedoch kein richtiger Schutz ist, da sich diese Beschränken jederzeit wieder aufheben lassen. Die meisten Casinos weisen auch darauf hin, dass jeder Spieler selbst dazu angehalten ist verantwortungsvoll zu spielen. Aufgrund der rechtlichen Situation in Deutschland, gibt es jedoch wenig Möglichkeiten die Spieler tatsächlich zu schützen.

Chancen und Möglichkeiten

Ein Problem, dass die ganze Situation mit dem Glücksspiel erschwert, ist das zudem einzelne Bundesländer spezielle Regelungen haben. Daher kann es vorkommen, dass sogar in einzelnen Bundesländern die virtuellen Casinos in begrenztem Rahmen sogar legal sind. Wer ein virtuelles Casino nutzen und mit echtem Geld spielen möchte, sollte sich daher vorab informieren, wie die gesetzliche Lage im jeweiligen Bundesland ist. Grundsätzlich ist es derzeit jedoch nicht gänzlich risikolos mit echtem Geld in den Onlinecasinos zu spielen. Wenn ihr euch daher auf der rechtlich sicheren Seite bewegen wollt, solltet ihr in den virtuellen Casinos vorerst nur mit Spielgeld spielen. Wer mit echtem Geld spielen möchte, der hat noch immer die Möglichkeit ein normales Casino zu besuchen.

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