Goodgame Studios entlässt 200 Mitarbeiter und Management

Goodgame Studios
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Es nimmt und nimmt einfach kein Ende: Die Talfahrt bei Goodgame Studios geht mit der Entlassung von 200 Mitarbeitern und der Installation des alten Managements weiter auf den Abgrund zu?

Ich habe mich ja bereits im Artikel „Goodgame Studios: Volle Taschen und dann die Biege machen“ darüber ausgelassen das hier normale Arbeiter ausgebeutet und entlassen werden, während das Management weiterhin schön Boni einstreicht und sich selber in eine interne Denkfabrik versetzt.

Zu diesem Zeitpunkt hat man sich noch dafür „gefeiert“ die Probleme erkannt und Konsequenzen gezogen zu haben. Aus diesem Grund wurde Maximilian Schneider als neuer Geschäftsführer installiert und man selber hat sich verabschiedet.

Das wollte Goodgame Studios so nicht stehen lassen und so kam nach einem Gespräch unser Artikel „Richtigstellung: Goodgame Studios-Kündigungen und mehr“ zustande, gefolgt von einer „Abwertung um 85 %“ des Hauptinvestors Rocket Internet SE (Zalando und Co.).

Weitere Entlassungen bei Goodgame Studios

Nun folgen weitere Entlassungen, inklusive dem Austreten von Maximilian Schneider, welcher erst im Herbst die Geschicke des Spieleunternehmers für die Wawrzinek-Brüder übernommen hatte.

Im Blog Deutsche-Startups wird explizit darauf verwiesen das die erneute Entlassung einer größeren Anzahl an Angestellten unter der Überschrift „Goodgame Studios beschleunigt Fokussierung auf Kerngeschäft und stellt sich neu auf“ verkündet wurde.

Dabei wird speziell herausgearbeitet, dass das Unternehmen keinerlei Zahlen mehr angibt wie viele Angestellte genau im Unternehmen in Zukunft noch arbeiten werden.

Wenn du willst das ver.di Hamburg noch einmal ein wenig intensiver auf dieses Thema aufmerksam gemacht wird, dann twittere doch einfach mit folgendem Button, vielleicht kann man den ehemaligen Angestellten ja irgendwie helfen:

#GoodgameStudios entlässt mal wieder 200 Mitarbeiter und Management Klick um zu Tweeten

Statement Kai Wawrzinek

„Der im Sommer eingeschlagene Weg, uns wieder mehr auf unsere Kernmarken zu konzentrieren und unsere Kunden in den Fokus zu rücken, ist weiterhin richtig. Zudem werden wir einen größeren Millionenbetrag in unsere HTML5-Strategie investieren und sehen dort weitere Wachstumschancen. Mit kürzeren Entscheidungswegen, unserem neuen, klaren Fokus und den Investitionen in die HTML5-Strategie haben wir nun die Basis für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg von Goodgame Studios gelegt“.

Was soll man von den Entlassungen halten?

Das ist eine gute Frage! Inzwischen macht es eher den Eindruck als hätte man sich sehr verzettelt und einem Prügelknaben, sorry Maximilian, einfach vorgeschoben, mit ein paar Monaten Gehalt abgespeist um dann wieder abzusägen.

Meiner Meinung nach versuchen sich die Firmeninhaber hier aus der kompletten Verantwortung zu ziehen, mit einer vorgetäuschten Übergabe, um nur wenige Wochen später doch wieder selber das Ruder zu übernehmen und die bisherigen, fehlerhaften Entscheidungen, weiter führen zu können.

Das mag zwar alles rechtlich so in Ordnung und auch durchaus alles legal sein, zeigt aber offensichtliche Schwachstellen der Wirtschaft an sich auf und wie einfach und leicht Firmeninhaber ihre Angestellten ausnutzen und ausbeuten können.

Ob das Ganze am Ende nicht vielleicht sogar eine verschleppte Insolvenz darstellt, was natürlich in Deutschland ein Straftatbestand ist, dann könnte es für die Wawrzinek-Brüder brenzlig werden. Ich bin aber kein Jurist und kann das nicht bewerten.

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