Größer; Schneller; Besser – Japan plant Supercomputer 2018

Supercomputer
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Nachdem Japan seit einigen Jahren vom Thron der Technolgiewelt gestoßen wurde möchte das Land sich seinen Platz zurückholen, mit einem Supercomputer im Jahr 2018.

Das gute Stück läuft dabei unter dem Projektnamen ABCI (AI Bridging Cloud Infrastructure) und wird mit 130 PetaFLOPS den aktuellen Spitzenreiter überholen.[1] Der aktuellste Supercomputer hat eine Rechenleistung von ca. 93 PetaFLOPS und wurde von China unter dem Namen Sunway TaihuLight installiert.

AI Bridging? Ist der Name Programm?

Im ersten Moment habe ich natürlich überlegt wofür man so viel Rechenleistung überhaupt brauchen würde, aber hey, vor 25 Jahren galten 2 MB Arbeitsspeicher schon als der voll hippe scheiß. Wenn man sich dann den Projektnamen des Supercomputers anschaut, dann erhält man schon ganz grob eine Vorstellung worum es sich in etwa handeln könnte.

Bei der Rechenleistung die ABCI hier erbringt und dem Namen kann man durchaus davon ausgehen das hier speziell an künstlicher Intelligenz gearbeitet wird oder dieser Supercomputer vielleicht sogar eine eigene künstliche Intelligenz darstellen soll.

Im menschlichen Gehirn müssen 86 Milliarden Nervenzellen kommunizieren, was sie in einem Bruchteil von Sekunden schaffen.[2] Wenn man die Leistung vom ABCI-Supercomputer herunterberechnet, dann wäre er, bei Höchstleistung, in der Lage pro künstlicher Nervenzelle, bei gleicher Anzahl wie beim Menschen, knapp über 1511 Impulse oder Berechnungen pro Sekunde durchzuführen.

Wofür werden Supercomputer benötigt?

Zum Großteil kommen die Supercomputer in der Forschung zum Einsatz, häufig für physikalische Berechnungen oder hochkomplexe Simulationen, wie z.B. die Simulation von Kernwaffentests. Der Vorteil dabei ist, dass man keine wirkliche Kernwaffe benötigt um die Auswirkungen vorherzusehen und wir somit unsere Umwelt und Natur schonen und beschützen.

Aber auch in der Kosmologie, Meteorologie, Finanzwirtschaft und in der Astrophysik werden Supercomputer immer wieder verwendet um die Menge an Daten zeitnah und effizient verarbeiten zu können.

Du hast keinen Supercomputer und dir reicht dein Handy? Das könnte sich durch diese Technik in Zukunft auch weiter revolutionieren. Bis dahin kannst du dir ja die El Torero Android-Version auf dein Mobiltelefon laden.

Was ist überhaupt ein PetaFLOP?

Ganz einfach formuliert gibt diese Zahl die Menge an Berechnungen an, welche pro Sekunde durchgeführt werden können. Um dir einen ganz groben Richtwert an die Hand zu geben: ein normaler i7 Core mit 3,2 GHz und 4 kerne hat unter Höchstleistung einen GigaFLOP-Wert von 51,2. Umgerechnet sind das ungefähr 52 Milliarden Berechnungen pro Sekunde.[3]

Ein PetaFLOP-Wert von 130 ist dabei aber schon eine ganz andere Hausnummer. Hier reden wir von 130 Billionen Berechnungen pro Sekunde. Um die Zahl einfach mal auszuschreiben: 130.000.000.000.000.


[1] http://www.pcgames.de/Japan-Thema-208510/News/Japan-moechte-Supercomputer-bis-2018-1214586/

[2] https://www.dasgehirn.info/entdecken/kommunikation-der-zellen/nervenzellen-im-gespraech-2218

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Floating_Point_Operations_Per_Second

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