Handy, Smartphone, Tablet – ich finde mich nicht mehr zurecht!

Ich gebe es durchaus zu, ich verweigere die Nutzung von einem Mobiltelefon. Grundsätzlich bin ich immer zu erreichen und die wenigen Augenblicke in denen ich nicht erreichbar bin, in denen soll es dann wohl auch nicht sein. Jedoch geht der Trend ja immer weiter zur permanenten Erreichbar- und Verfügbarkeit. Doch ist das wirklich gut oder stelle ich mir mit dem Fernbleiben von Mobilgeräten selber ein Bein?

Ich glaube zwar daran, dass kleine handliche Geräte unser Leben bereichern, erweitern und optimieren können, jedoch bin ich mir nicht sicher ob ich selber diese Medien nutzen muss, nur um diese wirklich zu verstehen. Klar verpasst man einige Trends, mag vielleicht auch am Alter liegen. Wenn ich mal zurückdenke an meine Schulzeit… oh boy!

Doch, auch wenn dies nun wie ein Stereotyp wirken mag, so habe ich Probleme mit der Technik mitzuhalten, auch, weil ich es gar nicht möchte, jedenfalls aktuell noch nicht.

Zu viel kann schädlich sein, wie bei allem Anderen!

Ich will jetzt gar nicht diese ganzen „Strahlungssachen“ aufgreifen, dafür halte ich die Strahlung persönlich für viel zu ungefährlich. Allerdings halte ich den Druck, welchen man sich selber setzt immer erreichbar zu sein, schon für bedenklich.

Forscher haben herausgefunden, dass die Aufmerksamkeitsspanne eines durchschnittlichen Menschen von einem Durchschnittswert im Jahr 2000 von 12 Sekunden bereits im Jahr 2015 auf 8 Sekunden oder geringer gesunken war. Hier wird häufig der Vergleich mit Goldfischen gebracht, welche eine Aufmerksamkeitsspanne von 9 Sekunden haben.

Immer schneller müssen immer mehr Informationen selektiv aufgenommen und verarbeitet werden, nicht nur beim Gebrauch von Mobilgeräten, sondern auch auf der Arbeit, in den Nachrichten und teilweise auch in der Freizeit.

Inzwischen gibt es auch ganze Studien und Marketinganalysen welche aufzeigen wie man die Aufmerksamkeitsspanne erhöhen kann. So wird im Bereich Marketing zunehmender auf Minimalismus, als auf Reizüberflutung gesetzt.

Haben Smartphones gesellschaftliche Auswirkungen?

Hier möchte ich einfach mal ein ganz realitätsnahes Beispiel bringen: das Dating. Auch, wenn es im Internet „sicherer“ ist und man eine Abfuhr leichter erteilen oder auch wegstecken kann, so verlernt man durch das Tindern, Grindn oder Scruffn reale Sozialkontakte aufzubauen und zu initiieren.

Dazu kommt das man Reibungspunkte vermeidet und sich mehr und mehr in seiner eigenen Filterblase bewegt, in welcher man nur noch mit Menschen interagiert, welche die gleiche Meinung und die gleichen Ansichten haben. Das da keine wirkliche Diskussion mit verschiedenen Blickrichtungen entstehen kann sollte ja jedem klar sein, dennoch verlassen wir uns auf die Zustimmung.

Meiner Meinung nach schaukeln sich so auch Ansichten hoch, welche sich wieder auf das gesellschaftliche Klima auswirken. Wenn man nur noch mit Leuten in Kontakt ist, welche Birkenbäume doof finden und einen auch noch in der eigenen Ansicht, ohne jeglichen Gegenwind, bestärkt, der wird denken das alle Leute Birken doof finden und, dass man doch im Recht sei.

Jetzt verrate ich euch aber mal was: Nur, weil man sich mit Idioten umgibt, welche genauso beschränkt sind wie man selber, heißt nicht, dass das grenzdebile Verhalten oder Gedankengut auch nur im Ansatz der tatsächlichen Realität entspricht.

Ja, ich weiß, das Letzte hat nicht zwangsläufig etwas mit Smartphones, Handys oder Tablets zu tun und kann natürlich auch vom Computer über die sozialen Netzwerkseiten realisiert werden, aber ich habe auch nicht behauptet, dass das nicht so sei.

Was kann man denn überhaupt machen?

Das fängt meiner Meinung nach schon bei Kleinigkeiten an, welche mich doch immer sehr stören. Wenn ich mich mit Leuten verabrede, zum Quatschen, was trinken, was auch immer, dann möchte ich das sich die Leute für mich Zeit nehmen und auf den Moment konzentrieren. Lasst eure Handys zu Hause! Vielleicht nimmt ja 1 Person 1 Handy mit, damit man im Notfall wen erreichen kann, aber den ganzen Abend auf ein Display zu starren, obwohl man Gäste hat, ist nicht nur unhöflich, sondern auch im höchsten Maß asozial.

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