Kein CEO hält sich bei Capcom? Nach 4 Monaten Handtuch!

Capcom Fate of Two Worlds Wallpaper
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Die Spielebranche ist ein kränkelndes Gewerbe, das habe ich durchaus schon öfter gesagt und doch finde ich es immer wieder erstaunlich wie überraschend genau dies teilweise zur Außenwelt wirkt.

Firmenwechsel statt Aufstieg

In der Spielebranche ist es nun einmal bei vielen Firmen so, dass man keinerlei Ressourcen, welche nicht unnötig gebraucht werden, nicht in die Mitarbeiter investieren möchte. Deshalb gibt es verhältnismäßig wenig Schulungen, Fortbildungen, Team-Building-Events etc. Die Branche ist darauf ausgelegt einen schnellen Mammon zu machen und dann, wie eine Heuschreckenplage, wieder weiter zu ziehen.

Und gerade hinterher beginnen die Probleme, wenn man aus dieser Branche ausbrechen möchte und im Lebenslauf lauter Anstellungen hat, welche nicht über 2 Jahre hinausgehen, insgesamt aber 10 Jahre in der Spielebranche zählen. Die erste Frage, der man sich stellen muss, wenn man beschließen sollte die Branche zu verlassen ist: „Sie waren ja überall nur 1,5 Jahre….“, definitiv ein Problem der Branche, welche sich rückwirkend maßgeblich auf Lebensentscheidungen auswirken kann.

Schaut man sich die vielen Stellenausschreibungen an, dann wird mit einem „Gaming Room“, „Kicker“, „Kaffee“ und „Obst“ geworben. Ganz ehrlich? Darauf kann man eigentlich total verzichten. Dies sind nur Instrumente um grundlegendere Probleme in der Firmenpolitik zu kaschieren und die Mitarbeiter trotz diesen Einschränkungen das Gefühl zu geben man würde sich tatsächlich um sie bemühen.

 Was bedeutet so ein rascher Wechsel für die Mitarbeiter?

Für die Mitarbeiter ist so ein rascher Wechsel von Führungsposten eigentlich kontraproduktiv in allen Bereichen. Oft geht mit solch einem Wechsel eine Änderung der strategischen Ausrichtung des Unternehmens was sich auf die verschiedenen Projekten innerhalb der Abteilungen  auswirkt.

Da diese Rotation aber auch bei den Angestellten der Fall ist entsteht Frustration. Es findet keine Identifikation mit dem Job und dem Arbeitgeber statt, sondern wird lediglich als unliebsame Haltestelle im Leben wahrgenommen, was sich dann natürlich wieder auf die Leistung und die Qualität der Angestellten auswirkt.

Generell liest und hört sich sowas immer sehr toll und marktwirtschaftlich an, ist aber Gift für jedes Unternehmen, welches langfristige Ziele, Pläne und Positionierung auf einem stark umkämpften Markt anstrebt.

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