Kolumnen

Griefer und Ganker: PvP-Spieler brauchen Opfer

Wenn man den besiegten Spielern schließlich noch ihr gesamtes Hab und Gut wegnehmen kann, dann sind diese PvP-Fans zufrieden.

Du Opfa!

Hört man allerdings, dass an Respawn-Punkten den besiegten Spielern aufgelauert wird, um sie immer und immer wieder anzugreifen, dann fragt man sich unweigerlich, welcher Spaß und welche Herausforderung noch dahinter steckt.

Das Durchpflügen zahlloser MMORPG-Foren und die Teilnahme an unzähligen Diskussionen führte zu dem Schluss, dass es genau den Reiz für viele PvP-Spieler ausmacht, unschuldige und wehrlose Mitspieler anzugreifen und diesen den Spaß am Spiel zu vermiesen. „Es gibt eben viele Arschlöcher auf der Welt“, erklärte ein Spieler.

Viele PvP-Spieler möchten keine Regeln haben, die vorgeben, wie die Spieler-gegen-Spieler-Kämpfe ablaufen sollen. Alles soll möglich sein. Versucht ein Unternehmen, einen Kompromiss zu finden und führt beispielsweise eine Flag-System ein, mit dem sich entscheiden kann, ob man am PvP teilnimmt oder nicht, dann ist gleich das Geschrei groß. Es würde die Freiheiten und den Realismus einschränken. Auch spezielle PvP-Zonen sind verpönt. Man möchte einfach jeden, den man unterwegs trifft, attackieren und ihm möglichst alles wegnehmen, was er bei sich trägt. Man braucht ein Opfer.

Aggressionen online ausleben

Im echten Leben fällt es schwer, seine im Alltag angestauten Frustrationen loszuwerden. Man kann nicht einfach auf die Straße gehen und jedem Passanten eine klatschen und ihm den Geldbeutel abnehmen. Daher übertragen viele dies auf ein MMORPG. Denn hier ist es möglich. Hier begegnet einem ein fröhlicher Spieler, man rammt ihm kurzerhand das Schwert zwischen die Rippen und räumt seinen Rucksack leer. Schon geht es einem besser. Noch besser geht es einem, wenn man weiß, wo der eben besiegte Spieler respawnt. Also schnell hin, warten und sobald er wieder erscheint, rammt man ihm erneut das Schwert zwischen die Rippen. Und das immer und immer wieder, bis man müde wird und keine Lust mehr hat. Dann macht man sich auf, das nächste Opfer zu suchen.

Diese Art des PvP hat nichts mit Sportlichkeit oder Herausforderungen zu tun. Dafür sind Arenen, PvP-Zonen und Belagerungen da. Griefing und Ganking wird es im Englischen genannt und bezeichnet einfach die Lust, anderen durch ständige Angriffe den Spielspaß zu verderben. Kein Wunder können nur Nischenprodukte diese Art des Spielens bedienen, weil nicht allzu viele etwas damit anfangen können. Daher nützt es auch nichts, bei jedem neu angekündigten MMORPG nach Open PvP mit Full Loot zu rufen, denn jeder vernünftig denkende Entwickler weiß, dass dies ein enormes Risiko für sein Produkt darstellt und ihm dadurch der Erfolg verwehrt bleiben könnte. Zu recht? Das muss jeder selbst entscheiden.

Aprilscherze sind das Monster unter meinem Bett

Das fängt schon einen Tag vor dem 1. April an, die falsch geplanten Aprilscherze, die zu früh ihren Weg in die virtuelle Welt finden. Dann am nächsten Morgen sieht man die ersten Leute auf Facebook Aprilscherze teilen und kommentieren.

Die Aprilscherze dieses Jahr finde ich auch nicht sonderlich lustig, sie sind eher penetrant, bereits zig-mal durchgekaut und auf irgendwelchen Wandkalendern abgedruckt worden.

Und dann schaut man in seine News-Quellen und möchte ein interessantes Thema aufarbeiten und findet nur diese Gülle und bei manchen wird nicht einmal so richtig klar ob es sich um einen Scherz oder doch um eine tatsächliche News handelt.

Dazu möchte ich mal anmerken das mir von verschiedenen Personen ja Clickbaiting vorgeworfen wurde, aber genau diese Leute teilen dann Artikel á la gamescom 2015: Spielemesse für dieses Jahr abgesagt – Leipzig als mögliche Alternative. Ich will den Artikel damit nicht schlecht reden, denn einiges davon stimmt ja auch, mir geht es aber um die Doppelmoral mancher Leute die das geteilt haben.

Generell finde ich Aprilscherze aber nicht sonderlich lustig. Wenn ich jemanden verarschen möchte, dann mache ich das wann immer mir das passt und spare mir das nicht für einen x-beliebigen Tag auf.

Dann bekam ich den Gedanken einmal nachzuforschen was es überhaupt so mit dem Aprilscherz auf sich hat. Eigentlich dürfte kein religiöser Mensch den Aprilscherz feiern, denn dieser bezieht sich auf die heidnischen Unglückstage wie z.B. auch Freitag der 13. Und wo wir gerade dabei sind: Erstmalig wurde diese Redensart in Bayern 1618 verwendet und fand durch Grimms Deutschem Wörterbuch von 1854 den Weg in den allgemeinen Sprachschatz.

Den Akt des „Hereinlegens“ ist laut Theologen bisher nicht gesichert. Da es sich aber um den Geburts- oder Todestag von Judas Ischariot (Verräter Jesus Christus) handelt, behaupte ich einfach mal das die Bibel diese heidnische Zahl in vermenschlichter Fabel aufgenommen hat. Ist aber nur meine Meinung.

Nachdem ich das alles erfahren habe, habe ich mir überlegt wieso mir diese Aprilscherze so auf den Senkel gehen. Ich denke das liegt an fehlender Markierung. Gerade bei Nachrichtenportalen ist dies meiner Meinung nach ein sensibles Thema, denn man weiß nie ob der Leser den Witz auch versteht, diesen als solchen wahrnimmt oder vielleicht sogar den spekulativen und verfälschten Geschichten Wahrheit schenkt.

Kriegstagebuch, Minertagebuch, Frusttagebuch? Was ist los mit EVE Online?

Kriegstagebuch Minentagebuch Frusttagebuch - Was ist los mit EVE Online
Kriegstagebuch Minentagebuch Frusttagebuch - Was ist los mit EVE Online

Ich habe ja bereits erwähnt das sich meine Corporation im Krieg befindet, doch irgendwie sind die Auswirkungen sehr fragwürdig. Von den Gegnern wurde noch nicht ein einziges Mal nur ein Schiff gesichtet. Eigentlich merkwürdig, denn sie haben ja Dutzenden Anderen Corporationen ebenfalls Krieg erklärt. Aus meiner Sicht eine einfache dicke Eier Nummer!

Das Schlimme ist das es auch funktioniert! Bei meiner Corporation sind nur eine handvoll Leute online, manchmal ist man auch komplett alleine. Ich miner da gemütlich alleine herum, oder in meiner kleinen Gruppe, und irgendwie passiert nichts! Wo bleiben die großen Intrigen? Wo bleibt voll die Mörderinvasion mit Tröllfmillionen Schiffen? Irgendwie alles nix!

Dazu wurmt mich das mit meiner Corporation ja schon sehr deutlich. Es wurmt mich so stark, dass ich teilweise, wenn ich gelangweilt am minern vor meinem PC sitze, anfange andere Allianzen, teilnehmende Corporationen und deren Ausrichtungen durchzulesen und mich für diese zu interessieren.

Heute habe ich mich sogar dabei ertappt wie ich von 2 suchenden Corporationen den Rekrutierungskanal betreten, dann aber doch wieder verlassen habe. Ich fühle mich in der aktuellen Corporation halt schon irgendwie alleine gelassen und vermisse die große Action, das gemeinsame was schaffen oder auch einfach das sinnlose Rumfliegen mit mäßig ausgerüsteten Schiffen und Leute abschiessen. Irgendwie fehlt mir das alles!

Klar könnte ich die Missionen machen und mir ein Schiff erspielen und mir alle Wege aufbauen und EVE ist ja sowieso ein so lang ausgelegtes Spiel. Bla!

Ich will halt Action und sei es nur im Chat!

EVE Online: Lernkurve, Diebstähle und Randgruppen!

EVE Online
EVE Online

Also, da ich ja nicht so viel jetzt in EVE Online erledige, außer einfach rumzuminern, habe ich mich einfach mal auf der Station umgesehen und eine Tafel gefunden, auf welcher Quest-NPCs rumstehen, welche für mich verfügbar sind. Also schnell durchgelesen, Zielort festgesetzt und hingetuckert! Dort angekommen absolviere ich 2 Missionen und beschließe, dass mir das momentan zu wenig ISK liefert, damit es halbwegs profitabel an meinen normalen Stundensatz komme, also wieder zu meinem Sternengürtel zurück.

In der Zwischenzeit erreicht mich die Nachricht über einen Diebstahl in Milliardenhöhe in EVE Online! Da hat sich ein Spieler über Monate in eine große Corporation eingeschlichen und hat wohl einen Diebstahl geplant, bei welchem 800 Milliarden ISK entfernt werden sollen. Dem aktuellen Kurs von ca. 800 Millionen ISK für einen Monat EVE-Spielzeit handelt es sich hierbei um einen Diebstahl im Wert von über 10.000,00 EUR in EVE Online Spielzeit!

Außerdem bildet sich bei uns in der Corporation eine kleine Splitter- oder Randgruppe. Ein Wiederkehrer und mit mir zwei neue Corporationsmitglieder. Wir spielen ziemlich zu den gleichen Zeiten und machen auch hin und wieder gemeinsam die Sternenfelder unsicher. Darüber hinaus habe ich noch Kontakt zu einer anderen Flotte aufgenommen, welche auch großflächig mit der Orca, einem ORE-Schiff welches Statuswerte verbessert, vertreten sind.

Noch habe ich das ganze Konstrukt der Corporationen und Allianzen noch nicht so ganz verstanden. Ich verstehe auch nicht, warum gerade kleinere Corporation keinen Zusammenschluss vollziehen und als eine große Einheit auftreten. Man würde nicht nur stärker die Märkte kontrollieren, sondern hätte immer Mitspieler und findet immer wen zum quatschen im Corporationschannel. Gesteuert werden könnte das ganze z.B. durch einen Rat, welcher aus den bisherigen Corporationsleitern besteht, so dass die Geschicke auch weiterhin so gelenkt werden, wie man möchte.

Wieder einmal viel gelernt Schiffhopping und Implantate

Wie ich ja bereits in meinem Beitrag Erste Woche in EVE Online: Tagebuch eines Überforderten geschrieben habe, hatte ich vor die enorm großen Stationscontainer zu bauen. Ich wurde nur schnell enttäuscht, denn die Station wo wir mit der Corporation sind, hat keine Manufakturmöglichkeiten. Aber wie kriege ich jetzt meinen ganzen Krempel zur nächsten Station?

Nach ein wenig Rücksprache mit meinen Corporationsmitgliedern wurde schnell klar, dass das Schiff Iteron Mark V für meine Anforderungen passen würde. Also kurz reingeschaut und Tatsache! Ich brauch für das Schiff nur noch einen Skill trainieren – das machen wir dann doch auch einmal schnell! In der Zwischenzeit hole ich mir schon einmal dieses Schiff, denn durch meine bisherigen Bergbauversuche habe ich bereits ein paar ISK auf der Kante.

Am Ende habe ich dann die Klamotten hin und hergekarrt und habe dann auch meinen Container erhalten, ihn gleich einmal angebracht und für die ersten Gehversuche im Bereich der Inventaroptimierung gemacht.

Dann wurde unserer, kleinen und friedlichen Corporation heute der Krieg erklärt! Ich weiß gar nicht wieso und kann das auch noch nicht begreifen, denn immerhin sind wir ja lediglich Bergbauern. Dennoch wird mir in einem kurzen Crashkurs von einem Corporationsmitglied alles Grundlegende nahe gebracht.

Cybernetic in EVE Online
Cybernetic in EVE Online

 

Außerdem wurde kurz das Thema der Implantate angesprochen. Diese erhöhen die Fertigkeiten, als auch die Attribute des jeweiligen Charakter, wodurch er Forschungen in diesem Bereich schneller absolvieren kann. Klingt ja durchaus sympathisch! Immerhin habe ich seit heute meine Retriever und habe bereits zur Mackinaw die Skillqueue vollgestopft, fast 50 Tage! Da kann ein wenig Reduzierung durchaus helfen.

Mir also den notwendigen Skill und die favorisierten Implantate meiner Corporationsmitglieder gekauft und nun schreibe ich diesen Eintrag, während mein Schiff durch die Weiten des virtuellen New Eden Universums streift und meine Einkäufe einsammelt.

Mal schauen was mich morgen wieder in EVE Online erwartet! Momentan ist es auf jeden Fall sehr herausfordernd dieses sehr umfangreiche System und alle Möglichkeiten in ihrer Komplettheit zu greifen… trotzdem macht es Spaß!

Lernkurve EVE Online
Lernkurve EVE Online

 

Erste Woche in EVE Online: Tagebuch eines Überforderten

Da ich EVE Online ja bereits kannte, wusste ich das mir der Beruf des Bergbauers voraussichtlich den einfachsten Einstieg in das Sci-Fi MMORPG geben kann. Also schnell ein paar Guides durchgelesen und von bewegten Bildern auf YouTube berieselt und schwupps war mein Charakter erstellt! Neben der voraussichtlich passenden Rasse (Gallente), habe ich mir die ersten Asteroidengürtel vorgenommen.

Mir war auch klar, dass ich in einem riesigen Spieluniversum wie New Eden ein wenig Geleit und Unterstützung benötigen werde, also eine Corporation finden. Nachdem ich mir mehrere Bergbau-Corporationen durchgeblättert und ihre Vorstellungen durchgelesen habe, habe ich mich dazu entschlossen mich bei einer zu bewerben. Ein Gespräch im Teamspeak und die Sache war geritzt!

Habe mich natürlich auch gleich als Noob geoutet und wurde daraufhin mit elendig vielen Tipps und Hilfestellungen überschlagen. Nicht nur, dass ich mich nun durch das, für meinen Geschmack am Anfang recht non-intuitivem, User-Interface durchsteigen muss, ich muss mir auch noch Fittings für meine Raumschiffe merken. Welche Module ich in High, Mid, Low oder Rig haben möchte, welche Drohnen ich brauche und wie ich am Besten skillen muss, damit ich so schnell wie möglich die nächsten Schiffe (Venture, Retriever und Mackinaw) erskillen kann.

Überladener EVE Online Screen
Überladener EVE Online Screen

 

Bin erst einmal richtig erschlagen und hege langsam leichte zweifel ob dieses spiel wirklich etwas für mich ist, denn es soll mich ja einfach ein wenig unterhalten.

Diese Gedanken verschwinden sobald ich meine Venture habe. Liebevoll habe ich sie Persephone genannt. Inzwischen ist mein Skillbaum auch gut angewachsen, so dass ich bereits bessere Ausrüstung für mein Schiff erwerben und bei mir einbauen kann.

Ein paar Tage später grase ich bereits die Asteroidengürtel nach Ressourcen ab, bin gut beschützt und warte momentan nur noch darauf das meine Skills fertig werden und ich die Retriever fliegen kann. Für die Ausrüstung die Skills habe ich nämlich bereits, so dass ich morgen sofort durchstarten kann. Aber durchstarten womit? Ich kann schon einmal beginnen meine Skillung für die Mackinaw vorzubereiten, so dass ich nicht all zu lang auf das Exemplar warten muss.

Inzwischen lagere ich recht viele Items in meiner Station und es vermischt sich oft mit den Erzen. Klar kann man per Menge sortieren, dennoch ist mir das Ganze ein wenig unaufgeräumt, da muss es doch etwas geben? Ich erinnere mich aus deinem YouTube-Video erfahren zu haben, dass es sowas wie Container gibt, vielleicht ja auch für Stationen? Und Tatsache!

Brauche ich denn irgendwas bestimmtes, damit ich diese aufstellen kann? Nö, Skills habe ich alle schon, Super! Was kosten die denn? Uff… das eine Hausnummer! Wie viel müsste ich denn skillen, damit ich die eventuell selber herstellen kann? Ach, nix? Was brauche ich denn für Material? Ach nur die Beiden, da habe ich doch noch etwas im Lager! Mal schauen wie viel das ergibt… Uiiii! Die 7-fache Menge und das Andere? Oh, das fehlt mir… dann eben schnell einmal farmen gehen, den Bauplan für 5% des Herstellungsmoduls kaufen und so zügig wie möglich herstellen und das Lager aufräumen, spätestens mit der Retriever wird das sicherlich nötig!

Homosexualität & Rechtsradikalismus in Spielen und bei Spielefirmen

Screenshot der LGBTQ-Gilde RTGC
Screenshot der LGBTQ-Gilde RTGC

Gerade in der Zeit nach den Anschlägen auf die Redaktion von Charlie Hebdo ist die Darstellung von religiösen Symbolen in Bezug auf Karikaturen ja wieder stark im Gespräch. Eben um diese Gespräche bei Spielen zu vermeiden wird bewusst auf religiöse Symbolik verzichtet, auch wenn dies eigentlich im ursprünglichen Spiel enthalten war.

Nehmen wir das religiös einmal heraus und bleiben einfach nur bei Symbolik. Wenn man an South Park – Der Stab der Wahrheit und die geschnittene Version in Deutschland denkt, dann laufe ich mental jedenfalls gegen eine Wand. Spielcharakter musste unbenannt, ein Abtreibungs- und Analsondenminispiel und ein Hakenkreuz von den NPC-Uniformen entfernt werden. Ich habe bewusst die ungeschnittene Version gespielt und empfand diese Elemente gar nicht als so schlimm. Eher im Gegenteil haben sie bewusst die Stimmung in diesem Spiel erschaffen. Da fand ich die Monster-Nachgeburt-Nazi-Zombie-Babies wesentlich fragwürdiger.

Und genau an dieser Stelle sieht man wie die eigene Wahrnehmung doch von dem abweichen kann, was wirklich notwendig ist. Persönlich habe ich in den Anfängen der Spielebranche sehr viel Homophobie erlebt, nicht gegen mich als Person, sondern allgemein. Dies hat sich in den letzten drei bis vier Jahren durchaus gebessert, ist aber in einigen Firmen und Kollegenkreisen noch so drin. Ich hatte z.B. einmal einen Kollegen, welcher rechtsradikal ist. So lange er mich mit seinem Gedankengut in Ruhe gelassen hat, habe ich mit ihm ganz normal zusammengearbeitet, aber natürlich weitere Aktivitäten mit ihm auf ein Minimum beschränkt. Ich weiß, dass Personalentscheidungen gegen Kandidaten getroffen wurden, weil man vermutete diese könnten unter Umständen rechtsradikal sein. Finde ich recht bedenklich. Auch wenn ich das als Privatperson nachvollziehen kann, so hat mein Sinn nach Gleichberechtigung doch Magenschmerzen. Nur weil mir persönlich das nicht gefällt, heißt es nicht, dass die Arbeitsqualität schlecht sein muss. So wie es dies bei rechtsradikalen gibt, gibt es dies eben auch bei homosexuellen Bewerbern.

Natürlich würde niemand jemals dies offen sagen. Wenn aber ein Abteilungsleiter keine homosexuellen Menschen mag, dann wird er sich im Zweifel für einen anderen Kandidaten bei gleicher oder sogar schlechterer Eignung entscheiden, denn er entscheidet ja die Eignung. Normal dürfte so etwas nicht passieren. Normal dürfte man nicht vorverurteilt werden an etwas bestimmtes zu glauben oder auf eine bestimmte Art und Weise zu leben, Fakt ist aber: Das wird getan!

Persönlich habe ich auch miterlebt, wie in Firmen ganze Abteilungen vom Abteilungsleiter, gegen einzelne Mitarbeiter der Firma aufgebracht wurden. Das tolle an Gerüchten oder falschen Behauptungen ist nämlich, dass wenn man sie ausspricht, man diese zwar revidieren kann, diese aber ausgesprochen worden sind und somit den Weg zu anderen Menschen gefunden haben. Es gibt ja nicht umsonst den Spruch „Ist der Ruf erst einmal ruiniert…“.

Und weil es eben genau diese sozialen und zwischenmenschlichen Spannungen gibt, wird in Spielen sehr oft auf Symbolik oder Gleichstellung in jeglicher Art verzichtet. Es gibt dutzende Onlinespiele, welche z.B. das Feature der Hochzeit anbieten, wodurch beide Ehepartner einen virtuellen Bonus im Spiel erhalten. In nur den wenigsten Fällen kann diese Ehe von zwei virtuellen Charakteren des gleichen Geschlechts vollzogen werden. Dabei spielen die Gründe fast keine Rolle, denn ob es die Anschauungen der Entwickler sind, die sozialen Gefängnisse der jeweiligen Staaten oder man einfach Angst um den Umsatz hat, da sich einige, wenige Spieler, vielleicht daran stören könnten. Rein wirtschaftlich gibt es dafür meiner Meinung nach keinerlei Grundlagen.

Aber das Ehesystem ist nur eines von vielen Bestandteilen, die man anmahnen könnte. Wenn man einfach nur mal an die Charakterdesigns denkt. In vielen MMORPG-Spielen sehen die männlichen Avatare einfach sehr langweilig und die weiblichen dafür wie mutierte Euterkühe aus, wo man sich eh fragt warum die nicht mit dem Brustkorb laufen, Gravitation und so.

Vielleicht ist aber auch die Fernhaltung sämtlicher Symbolik auch ein Erfolgsgeheimnis. Wer möchte schon in „Mormon Battleground“, „Jesus get’em all“, „Buddha Dance Course“ oder „Crucifixion of Moral“ einen Charakter in einer eben dieser virtuellen Spielwelten sein.

Wenn ich also einen schon sehr stressigen Job habe, wenn ich denn einen habe, muss ich mich auch noch in einer virtuellen Welt mit solchen Themen beschäftigen oder will ich dann einfach abschalten und spielen? Wieso würde mich eine vorhandene Symbolik beim Abschalten hindern? Empfinde ich diese Themen vielleicht selber als Störfaktor, weil es von den Firmen und der Gaming-Presse zu solch einem gemacht wurde oder bin ich selber einfach nur zu engstirnig und zu weltfremd?

6 Gründe warum Psycho-Nerds am Valentinstag glücklicher sind

Valentinstag Nerd Kirby
Valentinstag Nerd Kirby

6. Man profitiert von Sonderangeboten

Gerade zum Valentinstag haut jede Webseite und jede Firma irgendwelche Sonderangebote raus, damit die Spieler, die ja sonst nichts mit ihrem Geld anzufangen wissen, auch einen Platz haben, an dem sie dieses ausgeben können. Wenn man ein wenig mehr Abstand davon hat, dann kann man, wenn es das bei einem Spiel gibt, welches einem gefällt, von diesen Angeboten sogar profitieren und bestimmte Spiele mit 75% Ermäßigung kaufen – und seien wir mal ehrlich, viele Spiele sind auch nicht mehr wert als 25% ihres ursprünglichen Preises!

5. Ich kann den ganzen Tag im Schlüpper rumsitzen

Viele brezeln sich ewig lange auf, planen über Wochen oder Monate diesen ganz besonderen und heiligen Tag Tag und ich? Joah, ich mache ein Serien-Marathon mit South Park, Dr. House, Dexter, Battlestar Galactica, Buffy und Charmed, sitze im Schlüpper rum und esse wie eine siebenköpfige Raupe einfach alles um mich herum auf! Auf die Serien kann ich mich konzentrieren, da sowieso nichts ordentliches im Fernseher läuft.

4. Beziehungsdramen auf Facebook mit Popcorn genießen

Es gibt ja so ein paar Leute die ihr komplettes Leben auf Facebook verbringen. Das ist ja nichts schlimmes, sowas mache ich ja auch! Besonders unterhaltsam wird es, wenn sich ein Paar via Facebook öffentlich streitet. Im Großteil der Fälle liegt der IQ sowieso unter dem eines Bananenbrots und so kann man sich gewiss auf den einen oder anderen mentalen Brechdurchfall freuen!

3. Sich künstlich darüber aufregen, dass das „Fest der Liebe“ ja nur kommerziell ist

Wie an Weihnachten, Ostern, Geburtstagen, Hochzeiten oder was weiß ich nicht alles kommen die Trolle aus ihren Löchern und veröffentlichen ihre Ansichten. Bin ich einer davon? Natürlich, denn sonst würdest du diesen Text ja wohl nicht lesen! Aber es geht noch viel härter und zwar die, die in allem den bösen, bösen Kapitalismus und den Kommerz sehen. Aber ohne eben diesen wären diese Leute auch nicht glücklicher und würden sich einfach das Maul über etwas anderes zerreißen, ich schlage spontan mal eine Edathy-Debatte oder BP-Ölverschmutzung vor, ist ja komplett aus den Medien verschwunden und man weiß ja auch nicht was bei rumgekommen ist.

2. Nicht nur zum Valentinstag gibt es Sonderangebote, auch danach!

Gerade nach dem Valentinstag sind in vielen Läden viele Sachen reduziert, eben weil auch viele Partner ihr sorgsam ausgesuchtes Geschenk herzlos umtauschen gehen, oder weil es einfach Gülle war. Wenn man also dann noch einmal auf Raubzug für Schokolade oder sonstigem Gedöns macht, hat man gute Chancen auch noch nen Euro zu sparen.

1. Man kommt dazu seine Wohnung aufzuräumen, laut mitzusingen und zu tanzen

Einfach das Tanzbein schwingen, bisschen die Wohnung aufräumen, das Klo mal abziehen und die Bettwäsche waschen und dazu noch richtig laut Musik zum Aufräumen anhören. Während sich alle mit ihrer Zufriedenheit und Glücklichkeit überschütten kann der Psycho-Nerd von heute in dieser Zeit seine Wohnung ein wenig auf Vordermann bringen, man hat sowieso nur recht sozialen Kontakt zu anderen an diesem Tag und selbst 9gag oder webfail sind mit Valentinstags-Memes zugemüllt.

Sony verscherbelt den rufschädigenden Entertainment-Sektor

Viktor Vekselberg und Putin
Viktor Vekselberg und Putin

In den letzten Wochen hat sich Sony mit Sony Online Entertainment ja nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Wir denken mal nur den miserablen Spielgenuss von H1Z1, auf welchen ja auch noch die, meiner Meinung nach, Erstattungsverarsche stattgefunden hat. Auch der Angriff auf das Sony-Netzwerk über Weihnachten war nicht sonderlich hilfreich. Nun hat Sony wohl die Notbremse gezogen und den rufschädigenden Entertainment-Sektor abgestoßen und an jemand anderen verramscht. Doch wer ist der Käufer? Wozu gehört der Käufer und ging alles mit rechten Dingen zu? Wie ich auf diese Gedanken komme? Ganz einfach!

10% Rabattlüge von Sony als Weihnachtsentschädigung

SONY Logo
SONY Logo

Eigentlich würde ich ja nicht über Sony ragen. Immerhin geben sie 10% Ermäßigung als Entschädigung auf die Ausfälle der Weihnachtszeit, als auch 5 Tage Playstation Plus-Mitgliedschaft. Die Sache hat jedoch einen Haken, denn es gibt Limitierungen, was ich im Zuge dessen eher sehr bescheiden finde.

Neue Beiträge

Beitragsscout