Lootboxen sind Mist? Ihr kauft sie doch aber!

Immer wieder liest man Beschwerden von Spielern über Lootboxen – und doch werden die Dinger gekauft. Spieler sind also selber schuld an diesem „Problem“.

Als Spieler muss man bedenken: Spieleunternehmen sind Firmen. Sie streben Gewinnmaximierung an. Eröffnet sich ein Trend, der viele Einnahmen verspricht, dann springen die meisten Unternehmen auf diesen Zug auf. Vor allem dann, wenn dieser Trend viel Geld mit möglichst wenig Aufwand verspricht. Ich wage mal zu behaupten, dass so gut wie kein Entwicklerstudio ein Spiel aus Herzensgüte entwickelt. Man will viel Geld damit verdienen.

Spieler sind gerade im Onlinebereich sehr wettkampfbewusst eingestellt. Das liegt einfach in der Natur des Menschen. Man will man sich mit anderen messen und versuchen, der Beste zu sein. Und genau diesen Instinkt nutzen die Firmen aus. Indem sie spiele entwickeln, die genau diesen Instinkt ansprechen. Dass es funktioniert, zeigen erfolgreiche Games wie Overwatch oder PUBG. Und indem man Lootboxen anbietet, spricht man den Instinkt schon wieder an. Denn in diesen Lootboxen befinden sich unter Umständen Items, mit denen man entweder schneller besser als andere Spieler werden kann oder sich anderweitig – optisch – von ihnen absetzt.

Und es funktioniert. Lootboxen und Mikrotransaktionen führen zu unheimlichen Gewinnsteigerungen bei Spiele-Unternehmen, wie aktuelle Studien zeigen. Die Dinger werden also gekauft. Warum sollten die Entwicklerstudios also damit aufhören, sie anzubieten, wenn sie offenbar trotz Kritik gekauft werden?

Ihr wollt keine Lootboxen? Wieso kauft ihr sie dann? Klick um zu Tweeten

Es handelt sich hierbei um ein hausgemachtes Problem. Man meckert über etwas, kauft es aber trotzdem. Und dann regt man sich darüber auf, dass es sich auf dem Markt etabliert. Und solange Lootboxen und Ähnliches weiterhin gekauft werden, wird es sie auch geben – trotz aller Meckerei.

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