Blizzard trennt absichtlich Diablo 3 Community! Kein Interesse an den Kunden?
Blizzard trennt absichtlich Diablo 3 Community! Kein Interesse an den Kunden?

Mitarbeiter bei der Spielefirma Blizzard veröffentlichen ihr Gehalt und mit einem Mal ist der Aufschrei groß und mediales Interesse vorhanden und das es ja nicht angehen könne wie schlecht Leute innerhalb der Gaming Branche bezahlt werden. Jetzt mal Real Talk:

Als jemand, der fast 15 Jahre in der Branche gearbeitet hat, hat es mich eigentlich gewundert, dass das erst jetzt in diesem Umfang publik gemacht wurde UND es wundert mich das bisherige Veröffentlichungen zum Thema Gehalt im Gamingsektor komplett wegignoriert wurden.

Sagen wir mal so wie es ist: ich bin der Meinung ich habe, außer vielleicht am Anfang, niemals das Gehalt bekommen, was ich für meine Berufserfahrung angemessen gehalten hätte. Wieso sollte eine Firma das auch tun? Erstens sind Seniorposten sehr harte Mangelware, also gibt es ausreichend Bewerber, die, genauso wie bei anderen Posten, alle bereit sind Kompromisse einzugehen um DEN Job zu bekommen.

Genau dieses Problem ist auch bei den unteren Gehaltsbereichen im Gamingsektor der Fall. Wie viele Fanboys und Fangirls würden nicht auch noch dafür zahlen bei einem hippen, trendigen Gamingunternehmen arbeiten zu können? Wenn ein verpickelter Teenie, der keine Freunde hat, seine ganze Freizeit in WoW reinkloppt, dort virtuelle Freunde und das erste Mal ein eigenes Sozialleben kennenlernt, wenn auch nur virtuell, ist er so angefixt, dass er auch bereit ist für einen Hungerlohn bei dem Unternehmen seiner Träume zu arbeiten.

Und auch die wo es nicht zutrifft haben eigene Gründe warum sie den Arbeitsvertrag und die Bezahlung in der Form eingegangen sind. Niemand wird gezwungen für eine bestimmte Summe, die er oder sie nicht für angemessen hält, arbeiten zu gehen. Dann muss man halt auch ein Jobangebot ablehnen, dann muss man kündigen und sich einen neuen Job suchen, dann muss man mit seinem Chef nach-verhandeln, was auch immer. Jedoch, darauf zu hoffen das der virtuelle Mob das schon regeln wird, halte ich für kindisch und Schwachsinn.

Klar ist es nicht nice, aber die Realität ist doch, dass es ein Unternehmen ist und die Geschäftsführung so viel Umsatz wie möglich, bei so wenig Ausgaben wie möglich erwirtschaften möchte / erwirtschaftet haben möchte und sich dann halt gönnt.

Und ja, natürlich gibt es Unternehmen die da anders sind, im Gamingsektor sind das aber nun einmal nur sehr, sehr, sehr wenige. Der Großteil verarscht die Angestellten von vorne bis hinten, es werden Löhne nicht gezahlt, wie bei Crytek, während der Chef mit einem Porsche vorfährt. Dann gibt es die Unternehmen, die sich über absolut gefaktes soziales Engagement als „Ritter des Lichts“ hinstellen wollen, mit irgendwelchen Spenden, die aus Verkäufen aus dem InGame-Shop von virtuellen Items generiert werden. Diese virtuellen Items gibt in echt nicht und haben absolut keinen Wert und man tut so, als würden sie was für die gute Sache machen, während es denen nur darum geht ihre eigenen Umsätze zu steigern und die Kunden, also die Spieler, dazu zu motivieren mehr auszugeben, denn es ist ja für eine gute Sache.

Jeder der behauptet es wäre anders der verweigert die Anerkennung der Realität und will euch für dumm verkaufen.

Solange es also ausreichend Kunden gibt, die ihr rechtes Ei dafür geben würden bei einer Gamingfirma arbeiten zu dürfen, wird es in dieser Branche auch diese schlechte Bezahlung geben. Als ob irgendein Chef sagt „Oh, du willst für 200 EUR monatlich bei uns arbeiten? Weißt du was, wir zahlen dir 3.000 Netto, weil das der Gehaltsschnitt bei uns ist“. Der denkt sich „nice, die Differenz gönn ich mir!“.

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