Mortal Kombat – Reptile als geheimer Boss-Gegner

    Mortal Kombat erschien erstmals 1992 in den Spielhallen und ist bis heute eines der beliebtesten Beat ‚em ups überhaupt. Nicht zuletzt verdankt es seinen Erfolg ganz besonders seiner expliziten Gewaltdarstellung und damit verbunden den echt schrägen Fatalities. Im Spiel selbst gibt es einige Charaktere die man bereits von Anfang an auswählen kann, aber auch einige Boss-Gegner die erst nach einer bestimmten Rundenanzahl gewonnener Kämpfe auftauchen. Unter diesen Gegner soll mit einer bestimmten Vorgehensweise auch Reptile auftauchen, welcher somit als geheimer Boss dient.

    Als man Anfang der 1990er Jahre noch Münzen in den Automaten stecken musste um Mortal Kombat zu spielen, blieben viele Mythen unentdeckt. Schließlich erfordert es oftmals eine lange Spielzeit und viele Versuche, bis man das entsprechende Ergebnis erzielt hat. Als das Spiel später auch für Konsolen erschien, vor allem SNES, hatte man mehr Zeit und musste nicht für jeden einzelnen Versuch Geld einsetzen. Dies war dann auch die Zeit, wo die meisten Spieler hinter dem Geheimnis von Reptile gekommen sind. Es war nämlich tatsächlich möglich, bereits im ersten Mortal Kombat-Spiel gegen ihn zu kämpfen.

    Die Vorgehensweise dafür war jedoch relativ schwierig: In der vierten Runde, der Etappe „The Pit“, muss man seinen Gegner zweimal hintereinander „Flawless“ besiegen, also ohne einen Gegenschlag, und anschließend einen Fatality ausführen. Wenn dies geschafft ist, steht ihr direkt Reptile gegenüber, welcher, wenn mittels Fatality besiegt, einen satten Bonus von 10.000.000 Punkten springen lässt. Es gibt unzählige Geschichten darüber, dass viele Jugendliche zu der damaligen Zeit unglaublich viel Geld in die Automaten gesteckt haben, um diesen Mythos nachzugehen. Als die Zeit der Heimkonsolen begann gab es dieses Problem jedoch nicht mehr, dennoch hat es sicherlich einiges an Zeit und Nerven gekostet, um gegen Reptile zu kämpfen.

    In der Arcade-Version des Spiels ist die Vorgehensweise sogar ein wenig komplizierter, denn dort war es mit der oben genannte Variante erst möglich, wenn man Schatten von z.B. einer Hexe am Mond vorbeifliegen sah. Solche Schatten tauchten allerdings lediglich bei ca. jedem sechsten Spiel auf, wodurch die ganze Sache einiges mehr an Zeitaufwand und – vor allem zu damaliger Zeit – an Kleingeld kostete.