Mortal Kombat (SNES) – Der Blut-Code

    Mortal Kombat wurde 1992 als Antwort auf das damals sehr populäre Beat ‚em up Street Fighter II veröffentlicht und wurde rasend schnell zu einem Kultspiel. Mittlerweile gibt es mehrere Fortsetzungen und gar Trick- und Spielfilme die auf diesen Namen hören. Zu dem Erfolg beigetragen hat sicherlich die für damalige Zeiten eher ungewöhnliche explizite Gewaltdarstellung, welche u.a. für hohe Alterseinstufungen und Indizierungen sorgte. Damit man dem entging, änderten viele Hersteller das Blut im Spiel in seiner Farbe oder entfernten es gänzlich.

    Das erste Mortal Kombat kam u.a. für das SNES und dem Sega Mega Drive heraus. Da Nintendo das Image einer Familienkonsole pflegte und weiterhin pflegt, zensierte man einige Eigenschaften des Spiels. Geschnitten wurde u.a. am Blut, den Fatalities und den verschiedenen Kombos der einzelnen Charaktere. Sega hingegen ließ all dies zu, man musste lediglich den Blut-Code (Blood Code) dafür kennen. Nachdem dieser entdeckt wurde, dachten viele Spieler, dass es auch einen entsprechenden Code für die SNES-Version des Spiels gibt, welche die Zensur aufhebt.

    Leider war dies bei Nintendo nicht der Fall, denn es gab keinen Blut-Code, welcher das Spiel zu der begehrten Arcade-Version umwandelt. Dadurch, dass dies jedoch bei Segas Mega Drive funktionierte, machte dieser Mythos schnell die Runde und ließ viele Spieler in dem Glauben, dass es doch einen Weg gibt den vollen Umfang des Spiels freizuschalten. Durch die Einschnitte verkaufte sich die Nintendo-Version nicht annähernd so gut wie die für den Sega Mega Drive, weshalb man die Nachfolger des Spiels schlichtweg ohne Zensur veröffentlichte.