Review: Blitzkrieg 3

Mit Blitzkrieg 3 kehrt eine klassische Echtzeit-Strategie-Reihe zurück – und bringt einige Veränderungen mit sich.

Blitzkrieg 1 und 2 habe ich damals verschlungen. Teil 2 testete ich sogar für die PC Action und hatte jede Menge Spaß. Nun rund 12 Jahre später erscheint Teil 3 und natürlich war ich sehr gespannt darauf, was mich erwarten würde. Funktioniert das klassische Spielprinzip auch heute noch?

Blitzkrieg 3 war eigentlich als Free2Play Spiel mit Mikrotransaktionen geplant. Doch das Entwicklerstudio entscheid sich anders, modelte einiges am Spiel um und brachte am 6. Juli eine Verkaufsversion in den Handel. Ich habe mir jetzt die Zeit genommen, um mir das Spiel anzusehen.

Blitzkrieg in neu

Eines vorweg: Blitzkrieg 3 ist anders. Es setzt nicht mehr auf dieses klassische „Ich stelle eine riesige Armee zusammen und bombe dann alles weg“ Prinzip. Vielmehr lässt sich das Spiel mit Company of Heroes vergleichen. In den Missionen besitzt ihr oft nur eine Handvoll Einheiten, weswegen ihr besonders gut auf diese aufpassen und extrem taktisch vorgehen müsst. Die Missionen gestalten sich recht abwechslungsreich. Mal handelt es sich um kleine Szenarien, mal um etwas größere. Brücken müssen gehalten, Gebiete eingenommen werden oder ihr müsst einfach nur überleben. Ihr nutzt die Umgebung zu eurem taktischen Vorteil, beobachtet die Feinde und klügelt eine Strategie aus, die euch dann hoffentlich zum Ziel führt. Das funktioniert größtenteils ziemlich gut. In den Missionen verdient ihr dann Punkte, welche ihr dazu nutzt, um neue Einheiten zu kaufen – die ihr dann auch im Multiplayer-Modus einsetzen könnt.

Das hört sich soweit ganz gut an und ist es auch – wenn es funktioniert. Denn Blitzkrieg 3 hat mit einigen technischen Problemen zu kämpfen. Zum einen handelt es sich um ein Always-on-Spiel. Ihr müsst also auch für die Einzelspieler-Missionen immer mit dem Internet verbunden sein. Sind die Server down, gibt es Wartungsarbeiten, einen zu großen Ansturm oder spinnt eure Internetverbindung, dann könnt ihr nicht spielen. Und das passierte während der Testphase durchaus öfters. Was wohl auch daran lag, dass das Spiel erst erschienen ist und noch mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen hat. Ein weiteres Problem ist, dass Blitzkrieg recht instabil läuft. Es kam nicht gerade selten zu Abstürzen mitten in den Missionen. Nach einem Update war der Spielfortschritt plötzlich weg und hin und wieder trübten Grafikfehler den Spielspaß.

Technisch pfui, Missionen hui

In technischer Hinsicht haben die Entwickler also noch einiges vor sich, bevor Blitzkrieg 3 endlich rund läuft. Grafisch kann sich das Strategiespiel durchaus sehen lassen. Die Explosionen, die Wassereffekte, die Landschaften und Modelle, alles macht einen sehr stimmigen und detailreichen Eindruck. Die Soundeffekte und die Musik passen sich ebenfalls hervorragend in die Atmosphäre ein.

Die Boris getaufte AI leistet in den Missionen ziemlich gute Arbeit, die dadurch teilweise recht knifflig werden. Hier kann Blitzkrieg 3 wieder punkten. Während manche Missionen durchaus sehr fordernd sind, gibt es zwischendurch auch wieder Einsätze, die sich in etwa ein bis zwei Stunden absolvieren lassen. Und das ist etwas, was man dem Spiel zugute halten muss. Es kann sehr gut „häppchenweise“ gespielt werden, für alle, die zwar gerne Strategiespiele spielen, aber nicht mehr so viel Zeit dafür haben. Generell spielt sich Blitzkrieg 3 deutlich flotter als die Vorgänger, wodurch es ebenfalls stark an Company of Heroes erinnert.

Fazit:

Blitzkrieg 3 ist ein schnelles Strategiespiel, das momentan noch mit einigen technischen Problemen zu kämpfen hat. Wer darüber hinwegsehen kann, den erwarten durchaus abwechslungsreiche Missionen, die stark an Company of Heroes erinnern.

Wertung 7/10

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