Review: Syndrome – Horrorgame mit guter Atmosphäre aber technischen Mängeln

Im Weltraum hört dich niemand schreien! Wir haben uns das Horror-Adventure Syndrome angeschaut.

Obwohl die Hintergrundgeschichte des Horror-Adventures Syndrome nicht wirklich Neues bietet, stellt sie einen guten Katalysator für ein gruseliges Szenario dar: Offizier Galen erwacht aus dem Kryoschlaf und entdeckt, dass er sich ganz alleine auf dem Raumschiff Valkenburg befindet. Zumindest glaubt er das, doch in den dunklen Gängen regt sich etwas, etwas nicht Menschliches…

Alleine im dunklen Raumschiff

Aus der Egoperspektive erkundet ihr die Räume und Korridore des riesigen Schiffs und versucht herauszufinden, was vor sich gegangen ist, während ihr im Kälteschlaf war. Was ist mit der Mannschaft passiert? Woher kommen die Mutanten? Wie kann man überleben? Während der vorsichtigen Wanderung durch die Valkenburg entdeckt ihr immer wieder Logbücher von Crewmitgliedern, aus denen ihr nach und nach Informationen zieht.

Ein interessantes Element stellen die Halluzinationen dar, unter denen der Held leidet. Immer wieder hat Vision oder sieht Illusionen beziehungsweise hört mysteriöse Stimmen, was dazu führt, dass man nie weiß, was nun real oder Traum ist.

Ein anderer Überlebender lotst euch durch das Schiff, in dem ihr immer wieder auf die bereits erwähnten Mutanten trefft. Waffen sind rar gesät, wodurch man Konfrontationen mit den Ungeheuern vermeiden sollte. Mit einem Schraubenschlüssel kämpft es sich nur bedingt gut und zwar findet ihr später auch eine Pistole, doch die Munition ist sehr knapp bemessen. Da heißt es oft: Verstecken, schleichen und fliehen. Ablenkung funktioniert ebenfalls, in dem man bestimmte Objekte wirft und das Geräusch die Mutanten weglockt.

Neben den Kämpfen erwarten euch noch einige Rätsel, Erkundungseinlagen, in denen man beispielsweise Passwörter oder Keycards für Türen finden muss und Hacker-Minispiele.

An der Technik hakt’s

Im Grunde hört sich Syndrome nach einem Spiel an, welches zwar keinen Nobelpreis in Sachen Innovation gewinnt, bei dem man sich allerdings doch gruseln kann. Allerdings kämpft der Titel mit einigen technischen Problemen, welche sich negativ auf die Atmosphäre auswirken. Zum einen die KI der Gegner. Diese auszutricksen oder abzuhängen stellt kein Problem dar. Ebenso findet man sehr häufig Medipacks, was die Bedrohung durch die Kreaturen mehr zur Nebensache macht. Viel anhaben können einem die Monster nicht, wenn man sich nicht gerade sehr dumm anstellt.

Auch die Steuerung ist sehr gewöhnungsbedürftig, was daran liegt, dass man die Tasten nicht frei belegen kann. Kleinere Bugs traten ebenfalls beim Spielen auf. Die Gruselstimmung beim Schleichen durch die dunklen Gänge und dem Betreten von neuen Räumen kommt allerdings dennoch gut rüber. Dies liegt zum einen an der Beleuchtung und der ganz netten Grafik sowie an den Soundeffekten.

Syndrome eignet sich für ein einmaliges Durchspielen für alle, die gerne mal wieder ein Horroradventure erleben wollen. Allerdings hält sich der Wiederspielwert in Grenzen, da man beim ersten Durchgang im Prinzip schon alles erkunden kann.

Wertung: 6.5/10

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