Shroud of the Avatar: Backer fragen nach fehlendem Roman, Thread wird gelöscht

Das MMORPG Shroud of the Avatar versucht krampfhaft, sich über Wasser zu halten. Kickstarter-Backer warten aber noch immer auf die Lieferung des versprochenen Romans. Als im Forum nach dessen Verbleib gefragt wurde, löschten die Entwickler einfach den Thread.

Shroud of the Avatar sollte das neue, große MMORPG von Richard „Lord British“ Garriott werden, ein geistiger Nachfolger der Ultima-Reihe. Doch die Reviews bei Release im März 2018 fielen schlecht aus, die Community kritisierte Veränderungen am ursprünglichen Konzept und das Spiel wird über eine Jahr nach Release noch immer von technischen Problemen und Bugs geplagt. Die Spielerzahlen sinken und sinken. Eine kleine Gruppe von Fans versucht, das Schiff vor dem Untergang zu retten, doch offenbar sind die Nerven der Entwickler extrem angespannt.

Bei der Kickstarter-Kampagne im Jahr 2013 wurde Backern, die mindestens 200 Dollar beim Crowdfunding gegeben haben, ein gedruckter Roman zum Spiel versprochen. Ab 500 Dollar sollte dieser sogar von Richard Garriott und Autor Tracy Hickman signiert werden. Bis heute gibt es dieses Buch nicht. Angeblich passte es nicht in die Versandbox, dann war es noch gar nicht gedruckt, zuletzt hieß es, dass es rechtliche Probleme geben würde. Die Kickstarter-Backer fragen immer wieder nach dem Verbleib dieses Romans. Sogar die Website MassivelyOP griff dies in einem Artikel auf. Dieser verlinkte den entsprechenden Thread im Forum. Daraufhin verschwand der Thread plötzlich.

Die Kickstarter-Backer des MMORPGs Shroud of the Avatar haben im Forum nach dem Verbleib des Romans zum Spiel gefragt - der Thread wurde einfach gelöscht. Klick um zu Tweeten

Nun herrscht dicke Luft in der Community. Die Backer haben den Eindruck gewonnen, dass Portalarium dieses Thema am besten unter den Teppich kehren würde. Dies hängt vielleicht mit der Finanzsituation des Studios zusammen. Die Büroräume mussten aufgegeben werden und das Team arbeitet aktuell von zu Hause aus weiter. Richard Garriott ist nicht mehr länger der CEO des Unternehmens. Die monatlichen Spenden der Fans werden immer weniger. Und ein Bericht über die finanzielle Lage, der eigentlich Ende April an die Investoren hätte geschickt werden sollen, blieb aus. All das zeichnet eine sehr düstere Situation rund um Shroud of the Avatar.

Quelle: MassivelyOP

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