Shroud of the Avatar und die großen Probleme von RMT

RMT, Real Money Trading, ist etwas, das in Onlinespielen eine Rolle spielt aber sehr schwer umzusetzen ist. Shroud of the Avatar versucht es und trifft hier auf jede Menge Probleme, die sogar zu Grundsatzdiskussionen führen.

Im MMORPG Shroud of the Avatar sind viele Spieler unterwegs, die jede Menge Geld in das Spiel investiert haben, um daraus Gewinn zu erwirtschaften. Etwa über die begrenzt verfügbaren Grundstücke. Diese sollen durch Angebot und Nachfrage teurer verkauft werden, als sie eingekauft wurden. Auch selbst hergestellte Items will man gegen Echtgeld verkaufen sowie Services anbieten, etwa, um Spielern dabei zu helfen, im Level aufzusteigen.

Nun ist der Handel mit Echtgeld in einem Onlinespiel aber ein Minenfeld. Dies fängt schon bei der Abfuhr von Steuern an, da in manchen Ländern auch der Verkauf virtueller Items steuerpflichtig ist. Darüber hinaus wurden RMT-System schon früher zur Geldwäsche missbraucht. Es gibt hier einfach keine Kontrollinstanz, welche die ganzen Schlupflöcher überprüft.

Und es stellt sich auch generell die Frage: Gehört den Spielern das virtuelle Item überhaupt oder erkaufen sie sich – wie bei einem Spiel – nur das Nutzungsrecht? Wenn ich der Eigentümer eines Gegenstands in einem Spiel bin, warum kann ich damit nicht machen, was ich will? Es beispielsweise löschen? Es auf einen anderen Rechner transferieren? Oder warum kann ich nicht den Programmcode behalten, wenn das Spiel irgendwann dicht gemacht wird?

Shroud of the Avatar öffnet die Büchse der Pandora bezüglich des Real Money Tradings in einem Onlinespiel. Klick um zu Tweeten

Bin ich also gar nicht der Eigentümer des Items, obwohl es mir verkauft wurde? Und wenn das der Fall ist, kann ich den Gegenstand dann überhaupt weiterverkaufen?

Shroud of the Avatar hat mit der Diskussion über Real Money Trading, die derzeit im offiziellen Forum geführt wird, die Büchse der Pandora geöffnet. Wie Portalarium und Publisher Travian Games hier mit den Problemen bezüglich Eigentum, Steuern und potenzieller Geldwäsche umgehen, könnte sich auf den gesamten Markt auswirken.

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