Spaßbieter ruiniert Kickstarter-Kampagne von Dimension Drive

Anders ist es nicht zu erklären, wie ein Spaßbieter einem Indie-Unternehmen die Kickstarter-Finanzierung des vielversprechenden Computerspiels Dimension Drive ruinieren konnte.

Dimension Drive richtete sich an Gamer, die mit klassischen Actionspielen der Marke Xenon 2: Megablast noch etwas anfangen können und diese Art Spiel gut finden. Der Kickstarter war also schon an eine relativ kleine Gruppe an Fans gerichtet und schleppte sich auch entsprechend dahin. Allerdings wäre das Ziel durchaus am Ende der Finanzierungsphase erreicht worden – hätte sich nicht einer der „Backer“ einen Spaß erlaubt. Die Person beteiligte sich mit 7.000 Dollar an der Finanzierung.

Spaßbieten ist kein Spaß!

Kurz vor Schluss der Finanzierungsphase zog die Person die 7.000 Dollar wieder zurück, wodurch das gesamte Projekt knapp über 23.000 Dollar rutschte – von benötigten 30.000 Dollar. Damit war die Kampagne nicht erfolgreich und das Geld wird dem Entwicklerstudio nicht gutgeschrieben. Das Projekt steht damit auf wackeligen Beinen. Eine Steam-Greenlight-Kampagne dagegen ist recht erfolgreich und die Entwickler versuchen, ihr Spiel nun anderweitig zu finanzieren.

Derartige „Spaßbieter“ sind eine große Gefahr für kleinere Kickstarter-Projekte. Gerade dann, wenn der benötigte Betrag zur Finanzierung nur knapp erreicht werden kann, dann ist es durchaus möglich, dass Spaßbieter das gesamte Projekt zum Einsturz bringen können. Spaßbieter kommen in vielen Kickstarter-Projekten vor. Dies sieht man immer wieder, wenn plötzlich große Beträge addiert werden, die dann meist kurz vor Ende der Finanzierungsphase wieder abgezogen werden. Dabei sollte man gerade bei Crowdfunding doch als Gaming-Community zusammenhalten. Denn sonst wird es vielleicht bald keine Indie-Spiele mehr geben und die großen Publisher diktieren wieder, was gespielt werden soll.

Hinterlasse einen Kommentar