Spiel, Spaß und kein Real Life? Das Maß macht’s!

Das Internetzeitalter hat den Aufstieg der Onlinespiele vorangebracht, die eine beliebte Freizeitaktivität für Menschen aller Altersklassen geworden sind. Das ist kein Wunder, denn Onlinespiele haben viele Gesichter und für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Angefangen bei Videospielen wie World of Warcraft, Eve Online oder League of Legends bis hin zu Smartphone-Apps uvm, sind der Vielfalt der Games und der Fantasie der Online Spielewelten keine Grenzen gesetzt.

Langweilig wird Spielern nie, denn die Online-Gaming Branche wartet immer wieder mit aufregenden Innovationen und nostalgischen reboots auf und weiß somit, jedes Publikum zu unterhalten. Doch gilt für Online-Gaming das gleiche wie für alles andere, was Spaß und Ausgleich bringt: die Menge macht das Gift.

Gaming für Spielspaß, nicht als Lebensinhalt

Ein häufig diskutiertes Thema ist die sogenannte Computerspielsucht. Das Problem, das vor allem junge Männer betrifft, hat in den Medien Wellen geschlagen. Psychologen sehen hier Auswirkungen auf das reale Leben, durch die der Job, Freundschaften und Beziehungen beeinträchtigt werden können. Daher ist es wichtig, sich mit der Thematik präventiv auseinanderzusetzen.

Zur richtigen Einschätzung helfen daher vor auch außenstehende Meinungen, auch die von Gamer-Freunden. Wichtig ist zu differenzieren, denn wer viele Stunden am Computer verbringt, ist nicht automatisch süchtig. Wenn der einzige soziale Anker nicht nur die Online-Kontakte sind, man seinem Job nachgeht, am Wochenende rausgeht und sich allgemein um seine Pflichten kümmert, aber nach Feierabend dennoch viele Stunden am PC verbringt, kann dies als reine Hobbybetätigung betrachtet werden. Es gibt ja schließlich auch viele Menschen, die stundenlang segeln oder Tennis spielen.

Für Betroffene gibt es Hotlines und Beratungsstellen sowie spezialisierte Therapiestätten. Man kann ebenfalls von der Glücksspielbranche lernen, die in den letzten Jahren verstärkt das Bewusstsein für einen maßvollen Umgang mit dem Spiel verstärkt hat. So steht Spielern Hilfe durch entsprechend geschulte Experten zur Verfügung, die einen online zum verantwortungsvollen Spielen beraten und einem helfen, eventuelle Probleme zu vermeiden.

ESports als Stressfaktor

Der sogenannte E-Sport wird zu einem immer beliebteren Markt, der sich in den letzten Jahren stark kommerzialisiert hat und stetig wächst. Auch die Bandbreite der Spiele nimmt hier zu. Von Shootern wie Call of Duty und Counter Strike bis zu Strategietiteln wie Dota 2 oder League of Legends, ist hier alles vertreten.

Doch es ist grade diese Professionalisierung, die hier auch zum Problem wird. Investoren und eine Menge Geld fließen in diese Branche, weswegen auch der Stress der Spieler steigt. Selbst wer vorher einfach nur talentiert war, aber nicht den Mammutteil seiner Zeit in Computerspiele investieren musste, wird beim E-Sport sein Leben umstellen müssen, da hier konstantes Training erfordert wird, um mit der Konkurrenz mithalten zu können.

Viele Profispieler haben daher keine Wahl, als ihren normalen Beruf aufzugeben und sich vollends aufs kompetitive Spielen zu konzentrieren − was den psychischen Druck jedoch nicht reduziert, da die Existenz auf einmal davon abhängt, Preisgelder zu gewinnen, die man meist nur nach Erfolgen erhalten kann. Das Hobby und der Spielspaß werden plötzlich zum Überlebenskampf.

Es ist daher wichtig, sich dieser Dinge bewusst zu sein. Profis in anderen Branchen trainieren mentale Stärke, um strikte Grenzen zwischen ihrem professionellen Leben und ihrer Freizeit zu ziehen. Sie nehmen sich auch Auszeiten, wo diese benötigt werden. Wer überdies die Wahrnehmung über sein Leben immer wieder reflektiert, kann auf Veränderungen reagieren, bevor diese zu einflussreich werden.

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