Diablo 4

Kommt da etwa ein Diablo MMORPG?

Ehemalige Entwickler der Diablo-Reihe haben ein neues Studio gegründet und arbeiten an einem Action-MMORPG. Könnte uns hier eine Art Diablo als MMO erwarten?

Es gab Gerüchte, dass Blizzard einmal Pläne für ein neues Diablo-Spiel hatte, das mehr wie ein MMORPG hätte sein sollen. Eine riesige, offene Spielwelt mit Tausenden an Spielern, ohne den typischen Diablo-Charm oder das bekannte Spielprinzip groß zu verändern. Doch daraus wurde nichts. Man entwickelte Diablo 3, das ein eher “typisches” Hack ‘n Slay wurde und in mehreren Spielgebieten anstatt einer offenen Welt spielte. Inzwischen häufen sich die Gerüchte, dass schon an Diablo 4 gearbeitet wird – manche glauben, dass Blizzard das Spiel sogar schon zur Blizzcon diesen Herbst ankündigen könnte.

Diablo als MMORPG?

Doch ein Hack ‘n Slay MMORPG könnte von einer anderen Seite kommen. Denn Max Schaefer, Entwickler bei der Diablo-Reihe und Designer der Torchlight-Serie hat gemeinsam mit Tyler Thompson (Projektleiter von Diablo: Lord of Destruction) und David Glenn (Art Director von Diablo 1 und 2 sowie Hellgate: London) das neue Entwicklerstudio Echtra gegründet. Dort arbeitet man schon an einem neuen Spiel.

Zwar wurde noch nicht genau verraten, worum es sich bei diesem Spiel handeln wird, es heißt aber, dass sich alle Fans von Action-RPGs und MMORPGs auf eine freudige Überraschung einstellen dürfen. Wird hier vielleicht die Idee eines “Diablo”-MMORPGs umgesetzt? Ein Hack ‘n Slay, das man gemeinsam mit Tausenden von Spielern in einer offenen Welt spielt und das trotzdem blitzschnelle und actionreiche Kämpfe aus der isometrischen Perspektive und die Jagd nach Loot bietet sowie dies alles mit spannenden Quests und Geschichten kombiniert? Das wäre schon eine sehr interessante Sache. Da das Studio aber erst jetzt gegründet wurde, wird man wohl eher erst im kommenden Jahr mehr zu diesem Spiel erfahren.

Spekulation: Diablo 3-Erweiterung vs. Diablo 4

Diablo 3 Artwork
Diablo 3 Artwork

In letzter Zeit haben 3 Angestellte, welche durchaus einiges an Einfluss auf Diablo 3 hatten, das Diablo 3-Team verlassen, der wichtigste hat sogar komplett aufgehört bei Blizzard zu arbeiten.

Team-Veränderungen bei Diablo 3

Anbei eine Übersicht der jeweiligen Personen und welche Positionen sie bei Blizzard und im Diablo 3-Team bekleidet hatten.

Leonard Bojarski, Lead World Designer 2006 – 2016

Eines der ältesten Mitglieder des Diablo 3-Teams und Hauptzuständiger für das Weltendesign von Diablo 3 hat Blizzard komplett verlassen.

Da keine neuen Job-Ausschreibungen auf der offiziellen Blizzard-Webseite für diese Position zu finden ist, kann man annehmen das diese nicht besetzt wird, jedenfalls nicht von außerhalb der Firma.

Don Vu, Designer 2012 – 2016

Im Jahr 2012 ist Don Vu dem Design-Team von Diablo 3 beigetreten und war hauptsächlich für die Gestaltung der Kreuzritter-, Mönchs- und Zaubererklasse zuständig.

Natürlich sind für die Designs immer ganze Teams zuständig, die Benennung von 3 Klassen deutet aber darauf hin das er übergreifend und maßgeblich an diesen Klassen mitgearbeitet hat.

Im April 2016 wurde Don Vu offiziell dem Design-Team von World of Warcraft für die Erweiterung Legion von Blizzard zugewiesen, wo er bereits seit Dezember 2015 tätig war.

John Yang, Associate Game-Designer 2011 – 2015

Die Hauptzuständigkeit von John Yang in seiner Rolle als Associate Game-Designer war die Barbaren-, Dämonenjäger- und Hexendoktorklasse. Darüber hinaus war er zuständig für die Implementierung und das Balancing von legendären Gegenständen.

Hauptsächlich ist er durch sein Engagement in der Community und den Community-Foren aufgefallen, in welchen er sehr aktiv mit den High-End-Spielern interagiert und das Feedback aufgenommen hat.

Kurz nach der BlizzCon hat John Yang ebenfalls das Diablo 3-Team verlassen und ist im November 2015 in das World of Warcraft: Legion-Team gewechselt.

Spekulation: Diablo 3-Erweiterung vs. Diablo 4

Wenn man berücksichtigt, dass der Lead World Designer nach 10 Jahren das Blizzard-Team verlassen und einige andere Team-Mitglieder in andere Teams verschoben wurden, ist fraglich ob man noch wirklich groß etwas an Diablo 3 machen möchte – neue Zonen und Gebiete halte ich für schwieriger, da diese ja unter Umständen komplett von dem bisherigen abweichen könnten.

Dazu kommt, dass es 2 Stellenausschreibungen für ein noch nicht angekündigtes Projekt im Diablo-Universum gibt – einmal einen Senior Character Artist und eine Stelle als Senior Concept Artist. Diese Positionen deuten auf einen noch recht frühen Stand bei diesem noch nicht angekündigten Projekt hin, was wieder für ein Diablo 4 und gegen eine weitere Diablo 3-Erweiterung spricht.

Man kann also vermuten das Diablo 3 in einem sogenannten “Wartungsmodus” weiter betrieben wird, so lange wie eben nötig, ohne zu viele Ressourcen zu investieren, damit man sich auf das neue, bisher noch nicht angekündigte, Projekt mit einem neuen Team aus Diablo 3-Mitarbeitern, als auch komplett neuen Einstellungen, widmen kann.

Zu Viel Spekulation?

Es ist natürlich möglich das trotzdem weitere Diablo 3-Erweiterungen veröffentlicht werden, es deutet meiner Meinung nach aber alles daraufhin, dass das Spiel eher im Stand-By-Modus betrieben und im Hintergrund an einem offiziellen Nachfolger gearbeitet wird. Wer nicht so lange warten möchte kann sich mit ein paar Gelegenheitsspielen die Zeit vertreiben, zu finden zum Beispiel hier.