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Rainbow Six Siege

Ist der Season Pass bei Games nur ein anderes Wort für Abo?

Rainbow Six Siege Cinematic Screenshot
Rainbow Six Siege Cinematic Screenshot

Rainbow Six Siege bekommt einen zweiten Jahrespass - Ist ein Season Pass nichts anderes als ein Abo? Klick um zu TweetenUbisoft startet den zweiten Jahrespass für den Taktik-Shooter Rainbow Six Siege und wirft damit die Frage auf, ob der Season Pass nichts anderes als eine Art Abogebühr ist.

Der Season Pass ist natürlich nicht zwingend nötig, um das Spiel zu spielen. Er bietet Zugang zu Bonusinhalten wie früherem Zugriff auf neue Operator oder man kann mehr tägliche Herausforderungen absolvieren. Das Grundspiel bleibt davon eigentlich unangetastet. Man kauft es sich und spielt, so viel man will.

Ist ein Jahrespass wirklich nötig?

Echte Fans werden sich aber wohl Gedanken darüber machen, den Jahrespass zu kaufen. Denn spielt man wirklich intensiv und online sogar professionell, dann sind schon einige nützliche Dinge enthalten. Nun ist es so, dass man sich den Season Pass für ein Jahr kauft und bekommt dann die Inhalte, die in diesem Jahr als Bonus erscheinen. Im darauffolgenden Jahr gibt es dann einen neuen Pass, den man sich erneut kaufen muss, um die weiteren Zusatzinhalte zu bekommen.

Im Prinzip könnte man dies schon als eine Art Jahresabo ansehen. Man bezahlt für ein Jahr und bekommt die Inhalte, die in dieser Zeit erscheinen. So, als würde ich ein zeitlich begrenztes optionales Abo für ein MMORPG abschließen. Ich bezahle das Spiel, kann dann grundsätzlich so lange spielen, wie ich will, möchte ich aber einige Boni und VIP-Behandlung haben, dann schließe ich das Abo ab.

Season-Pass-Inhalte sollten immer optional sein

Egal, wie man es aber auch nennt, es bleibt optional. Und das ist die Hauptsache. Wer meint, Rainbow Six Siege ein Jahr lang intensiv zu spielen und Boni zu benötigen, der legt sich den Jahrespass zu. Wer einfach nur Spaß mit dem Basisspiel haben will, der gibt eben kein zusätzliches Geld aus.

Interessant wird es erst dann, wenn Dinge im Pass enthalten sind, die Spielern wirklich deutliche Vorteile geben oder die nötig sind, um richtig weiterspielen zu können. Auf so eine Idee werden Entwickler aber hoffentlich nicht kommen…

Kostenlos Rainbow Six: Siege DLC-Maps

Rainbow Six Siege Cinematic Screenshot
Rainbow Six Siege Cinematic Screenshot

Der Shooter Tom Clancy’s Rainbow Six: Siege wird zum Start mit 11 spielbaren Karten ausgeliefert und es wurde bereits angekündigt weitere via DLC nachzuliefern.

Immer wenn ich das höre geht bei mir schon einmal die rote Warnlampe an und im Kopf bereite ich schon meinen Hasspost vor, doch dann habe ich folgendes Statement gelesen:

In addition, all post-launch maps will be downloadable for free. We want players to stay with us for the long term and have ambitious post-launch plans that we will detail at a later stage.

Was frei übersetzt so viel heißt wie:

Zusätzlich werden alle Karten, welche nach Veröffentlichung des Spiels angeboten werden kostenlos herunterladbar sein. Wir möchten das die Spieler so lange wie möglich unser Spiel spielen, denn wir haben einen herausfordernden Plan Spieler auch nach Veröffentlichung zu unterhalten. Details dazu werden wir noch offiziell bekanntgeben.

Im ersten Moment dachte ich „Joah, das dann doch gut…“ und dann kam mir der folgende Gedanke: „Aber… hmm… hatte EA das nicht auch bei Die Sims 4 so vorgestellt?“. Ein kurzer Blick in meinen Artikel (Kostenpflichtige Erweiterung für Die Sims 4? EA braucht wohl eine Erinnerung!), wo ich mich wahnsinnig über die Wortklauberei aufgeregt habe, denn man hat keine kostenpflichtige Expansion oder DLC veröffentlicht, sondern ein Gameplay-Pack – was habe ich im Strahl in den Bildschirm gekotzt!

Grundsätzlich wäre es natürlich wünschenswert und ich würde mich echt freuen, wenn dieser hohe Anspruch, der jetzt in den Raum geworfen wurde, auch eingehalten wird, das wird aber nur die Zeit zeigen.

Ich bleibe da aber garantiert dran und wenn da doch was kostenpflichtiges kommen sollte, ja, dann hat man sich mit Ansage die dementsprechende ehrliche Berichterstattung auch verdient, sind ja werbefrei und brauchen da nicht scheinheilig tun als wären wir neutral, wir sind es einfach!

Keine Verschiebungen mehr bei Ubisoft? Ich wittere schlechte Spiele!

Jade Raymond Ubisoft
Jade Raymond E3 2007 CC BY-SA 2.0 Jean-Frédéric

[dropcap style=““]S[/dropcap]o wurde vom Ubisoft CEO Yves Guillemot bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen auch verraten, dass man zukünftig Verzögerungen von Spielen möglichst vermeiden möchte. Explizit wurde dabei die Verschiebung des Titels „Watch Dogs“ betont und eben solche soll sich in Zukunft nicht wiederholen. Gleichzeitig wird aber eingeräumt, dass immer etwas passieren kann.

Grundsätzlich nur eine leere Worthülse um den Aktionären den Besuch beim Proktologen zu ersparen, sie dazu zu bewegen die Ruhe zu bewahren und ja nichts zu ändern, sondern weiterhin, wie gewohnt, in die Fähigkeiten und Talente dieses CEOs vertrauen sollen.

Jade Raymond Ubisoft
Jade Raymond E3 2007
CC BY-SA 2.0 Jean-Frédéric

Ich tu mich damit ein bisschen schwer. Immerhin wird er in Zukunft bei jeder Verzögerung der Community gegenüber eine umfassende Stellungnahme abgeben müssen, denn wenn ich eines gelernt habe, dann das die Gaming-Community nicht vergisst und selbst nach einem Jahrzehnt noch Beiträge von dir als Screenshot irgendwo herumliegen. Die Gamer könnten Ubisoft beim Wort nehmen und immerhin wählen wir Firmen wie EA zur schlechtesten Firma der Welt und nicht Ölkonzerne die unsere Meere verschmutzen oder Großbankenkonglomerate, welche nur in ihre eigene Tasche wirtschaften.

Sollte man dies tatsächlich so durchziehen wollen – und machen wir uns nichts vor, den Versuch werden sie wenigstens unternehmen müssen -, dann habe ich massive Bedenken bezüglich der Qualität der Spiele. Je mehr Druck durch Deadlines aufgebaut wird, desto eher werden Fehler begangen, Fehler übersehen, Sicherheitsprozesse zusammen- oder komplett weggestrichen und heraus kommen nicht einmal mehr halbfertige Spiele, welche man dank der Genialität des Internets durch DLCs erweitern kann, sondern nur noch ein Drittel eines Spieles, weil für mehr keine Zeit war und man ja den Aktionären verantwortlich ist.

Klar, wirtschaftlich gesehen ist man das. Man ist aber auch verdammt noch einmal dazu verpflichtet seinen Kunden, welche viel, viel Geld für ein Spiel ausgeben, was oftmals nur 14 Stunden Spielspaß bietet und mit Tröllfmillionen Erweiterungen daherkommt, während andere Menschen nichts zu essen haben oder Rentner Pfand sammeln müssen, auch etwas zu bieten. Ich finde für 60 EUR, 70 EUR, oder sogar 360 Dollar (Z.B. Evolve Pre-Order mit allen gekauften DLCs) für ein Spiel, welches inzwischen durch das Internet auch nur noch ein virtuelles, nicht existentes Produkt ist, kann man durchaus erwarten, dass man etwas damit anstellen kann. Wie gesagt, andere Leute haben teilweise nur 60 EUR für den kompletten Monat. Braucht sich auch keiner mehr über Piraterie aufregen, auch nur ein Symptom einer erkrankten Gesellschaft und Branche.

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