Verzweifelt die Spiele-Industrie am Diablo-Immortal-Desaster?

Der Shitstorm, der derzeit auf Blizzard einprasselt, ist beispiellos für das Unternehmen. So beispiellos, dass offenbar die ganze Spiele-Industrie keine Ahnung hat, wie man mit einem Blizzard-Spiel umgehen soll, das schlecht bei den Spielern ankommt.

Während der Blizzcon fragte einer der Fans, ob die Ankündigung des Mobile Games Diablo Immortal nur ein verspäteter Aprilscherz war. Seitdem feiert ihn die Community als „Helden“. Allerdings gibt es auch andere Reaktionen. Einige Vertreter aus der US-Spieleindustrie beschimpfen die Person als „Dickhead“. Es sei unverschämt gewesen, was er sich auf der Blizzcon herausgenommen hat. Mal abgesehen davon, dass diese Reaktion einiger Redakteure extrem unprofessionell ist, zeigt sie, wie verzweifelt manche aufgrund der aktuellen Situation offenbar sind.

Vertreter der Spielepresse beleidigen enttäuschte Blizzard-Fans, weil sie nicht wissen, wie sie mit Diablo Immortal umgehen sollen. Klick um zu Tweeten

Blizzard war bisher ein Garant für gute Spiele, die man als Magazin auch eine lange Zeit unterstützen konnte – mit Guides, Update-Artikeln und mehr. Es war möglich, sich mit Blizzard-Spielen eine große und treue Leserschaft aufzubauen. Das ist für eine Spieleseite natürlich wichtig. Doch die negativen Reaktionen auf Diablo Immortal könnten diese Pläne nun zunichte machen. Es ist ein Novum für die Games-Industrie: was passiert, wenn ein Spiel von Blizzard nicht erfolgreich ist und bei den Spielern schlecht ankommt? Kann man das Spiel ignorieren? Kann man sich auf die Seite der enttäuschten Fans stellen und „gegen“ Blizzard sein? Die Reaktionen vor allem aus der US-Spielepresse zeigen, dass viele völlig verunsichert sind.

Man bekommt das Gefühl, als würde sich die Verzweiflung über die Situation in Wut umwandeln. Man möchte Blizzard weiter unterstützen, muss aber eigentlich auch auf der Seite der Spieler sein. Gerade bei Blizzard ist das eine ungewohnte und komplizierte Situation, die offenbar zu ungewöhnlichen Reaktionen führt.

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