Warum es ein Irrglaube ist, Single-Player-Fans zu MMOs locken zu können

9 Minuten HD-Gameplay aus Dragon Age: Inquisition
9 Minuten HD-Gameplay aus Dragon Age: Inquisition

Viele Entwicklerstudios und Publisher wollen Onlinespiele entwickeln, da sich mit diesen mehr Geld machen lässt. Doch einfach eine beliebte Single-Player-Rohe zu nehmen und zu glauben, dass die Fans schon mitziehen, wenn man ein MMO draus macht, klappt nicht.

Aus Sicht von Managern ist es verständlich: „Diese Spielereihe kommt sehr gut bei den Fans an. Doch sie würde noch mehr Geld einbringen, wenn man daraus ein Onlinegame mit Games-as-a-Service Ansatz macht. Also wird der nächste Teil der Reihe ein MMO. Die Fans kaufen es doch sowieso!“

Diese Denkweise ist aber falsch und den Beweis sehen wir an Fallout 76. Spiele haben Fans weil die Titel eben so sind, wie sie sind. Sie sind keine Fans nur des Namens wegen, sondern wegen des gesamten Produkts. Dann den Titel zu nehmen und ihn auf etwas völlig anderes zu kleben, führt zu genau dem, was wir bei Fallout 76 gesehen haben: Heftiger Kritik.

Aus einer Single-Player-Reihe lässt sich nicht so einfach ein Onlinespiel machen. Klick um zu Tweeten

Publisher und Entwickler müssen einsehen, dass ein Spiel nicht nur aus dem Namen besteht. Der nächste, der diese Erfahrung machen muss, wird wohl Bioware sein. Die Idee, aus der Dragon-Age-Reihe ein Anthem mit Drachen zu machen, geht schon in die Hose, bevor es soweit ist. Es hagelt Kritik, seit dies bekannt wurde. Dragon Age ist kein Multiplayer-Spiel. Dragon Age ist ein Single-Player-RPG mit Fokus auf eine spannende Story, tiefgründiger Lore, interessanten Charakteren sowie Entscheidungen mit spürbaren Konsequenzen. Wenn man all dies rausnimmt und den Namen Dragon Age auf ein Onlinegame pappt, dann wird der Großteil der Fans nicht mitziehen. Wir bekommen dann dieselbe Situation, die wir aktuell bei Fallout 76 haben. Und Bioware hat schon wegen Mass Effect: Andromeda und Anthem genug mit Kritik zu kämpfen. Noch so ein „Fehler“ könnte das Studio wohl nicht verkraften.

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