Warum Spiele noch Lichtjahre vom Holodeck entfernt sind

Schaut man sich Folgen der TV-Serie Star Trek an, in denen das Holodeck eine Rolle spielt, so kann man schon ins Schwärmen kommen. Eine Spielerfahrung, die nicht mehr von der Realität zu unterscheiden ist – das wäre das ultimative Computerspiel! Virtual-Reality-Headsets wie Oculus Rift, Vive oder Playstation VR könnten der erste Schritt in diese Zukunft sein. Und dennoch sind wir davon noch extrem weit entfernt.

Umdenken ist angesagt

Schaut man sich an, wie heute Spiele gespielt werden, so fragt man sich einfach, wie dies in einer virtuellen Realität funktionieren soll. MMORPG-Gamer brauchen zig Fenster, eingeblendete Infos, schwebende Texte, Zahlen, Balken etc. um glücklich und zufrieden sowie effektiv spielen zu können. Stellt man sich dies in einer virtuellen Realität vor, so wäre dies nicht nur lächerlich anzusehen, es würde das gesamte Prinzip ad absurdum führen. Schließlich möchte man die virtuelle Realität der echten so nah wie möglich bringen. Irgendwelche herfliegenden Zahlen, Texte und Fenster sehe ich daher nicht also besonders realistisch an. Es wäre ein gewaltiges Umdenken nötig, um ein Computerspiel zu spielen, in dem es all diese Informationen nicht geben würde.

Braucht man viele Einblendungen?

Doch braucht man diese wirklich? Ich zumindest nicht. Ich muss nicht wissen, wie viele Hitpoints mein Gegner hat. In der Tat will ich es eigentlich gar nicht wissen, da Kämpfe dadurch viel spannender werden. Ich muss mich nicht bei Händlergesprächen durch ellenlange Listen wühlen oder muss die Namen von Personen über deren Köpfen schweben sehen. Ich stelle es mir cool vor, wenn ich ein Tagebuch aus dem Rucksack kramen müsste, um zu erfahren, was ich als nächstes tun muss. Wenn ich wirklich mit einem Händler verhandeln müsste oder nicht wüsste, wie viel Schaden meine neu gekaufte Waffe macht. All das wäre Realismus, nur eben virtuell. Dann wäre man in einem Holodeck. Doch davon sind wir noch weit entfernt…

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