Wie die Spielebranche einen verheizt und reduziert

Wie einige sicherlich wissen habe ich beschlossen eine Umschulung zum Fachinformatiker im Bereich Anwendungsentwicklung zu absolvieren. Selbst mit über 10 Jahren Berufserfahrung scheint dies ein größeres Unterfangen zu sein, als einfach nur eine Anstellung zu finden.

Gerade als Bewerber wird man oft herabwürdigend behandelt, manchmal sogar auch einfach dazu verwendet den eigenen Frust abzubauen.

Verheizt und verspottet, der neue Trend der CEOs

In der Spielebranche ist es nun einmal so: Es wird nicht in die Mitarbeiter investiert. Das war jedenfalls meine Annahme! Bei meinem letzten Bewerbungsgespräch wurde mir diese Aussage zum Verhängnis, denn das fehlende Angebot für Fortbildungen oder Weiterbildungen in einem Unternehmen liegt, so die Aussage, nicht beim Arbeitgeber, sondern beruht auf dem fehlenden Engagement der Arbeitnehmer.

An diesem Punkt musste ich erst einmal schlucken, denn in früheren Firmen haben sich die Arbeitnehmer durchaus sehr dafür eingesetzt das es Fortbildungen und Weiterbildungen gibt und sei es ein von Mitarbeitern organisierter Excel-Lehrgang, wo einem halt die Grundlagen von Excel beigebracht wurden.

Es freut mich echt, wenn es in dem Betrieb wirklich so läuft und alle ihre gewünschten Fortbildungen, Gehaltserhöhungen, Projekte und Beförderungen erhalten, aber zu glauben dies sei der Standard ist total illusioniert! Umso schlimmer empfand ich es, als diese bequeme Illusion fast durchgängig dazu verwandt wurde mich zu reduzieren. Ich ging mit einem guten Gefühl hin, bin dort verstört, irritiert und auch ein wenig angewiedert wieder weggegangen.

Was will ich damit überhaupt sagen?

Ich will damit sagen, dass ich es unverantwortlich finde einen Menschen, der noch nicht einmal 30 Jahre alt ist, zu sagen er sei zu alt und das es ja schon sehr schwierig wäre überhaupt noch was zu lernen und anhand des Lebenslaufes man da keine Chancen sieht.

Das hat man natürlich nicht vorher gewusst, ich musste extra 100,00 EUR ausgeben um an den Arsch der Welt zu fahren um mir sagen zu lassen das ich nichts tauge? Big Player der Spielebranche sind anscheinend doch nix mehr wert als Referenz!

Die Höhe fand ich, als man mich dann runtergeputzt hatte, dass man mir tatsächlich doch noch angeboten hat 2 Tage auf Probe mal zu arbeiten und paar Aufgaben zu lösen, vielleicht könne man ja doch noch was machen.

In dem Moment war ich so perplex und wusste überhaupt nicht wie mir geschah, so dass ich erst einmal nur da saß und sagte „Ehm… okay…?“.

Was habe ich daraus gelernt?

Was mir das gezeigt hat? In der Spielebranche kann man nur etwas erreichen wenn man ein narzistisches, selbstverliebtes Arschloch ist – was ja nun auf viele in Führungspositionen in der Branche zutrifft, und hat mich umso mehr darin bestärkt dieses Rattenloch unter allen mir zur Verfügung stehenden Kräften zu verlassen und beruflich in eine andere Branche zu wechseln.

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