eSport-Arena
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E-Sports ist in aller Munde. Obwohl es sich um eine sehr junge Bewegung handelt, sind die Zahlen enorm. Immer mehr spielen aktiv E-Sport Games. Immer höhere Preisgelder werden gezahlt und die Zuschauerzahlen steigen stetig an. Ja, sogar Wetten auf E-Sport sind inzwischen möglich. Die Frage ist: Wohin führt diese Bewegung? Wird E-Sports bald als Sportart anerkannt und in das olympische Programm aufgenommen? Hält die virtuelle Realität Einzug in den E-Sport? Im Folgenden soll versucht werden auf die Zukunft des E-Sports zu schauen, um mögliche Entwicklungen vorauszusehen.

Die Anzahl der aktiven Gamer ist enorm. Nimmt man die Top 5 E-Sport Titel League of Legends, World of Tanks, Dota 2, Call of Duty und HearthStone zusammen, so zeigt die Statistik, dass über 200 Millionen Gamer aktiv diese Spiele spielen. Da die Zahlen etwas veraltet sind, ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Aktiven deutlich angestiegen sind. Auch die Anzahl der Aktiven der einzelnen Games sollte sich leicht verschoben haben, wobei League of Legends wohl noch immer der unangefochtene Anführer im E-Sports ist.

Auch die Anzahl der Zuschauer ist exorbitant hoch. So schauten über 36 Millionen das wichtigste E-Sports Turnier 2015 von Zuhause aus und bei der ESL One Frankfurt 2015 waren sogar mehr als 30 Tausend Fans live vor Ort. Bei den wichtigsten Events werden Preisgelder von mehreren Millionen Euro ausgeschüttet und mit Wetten umgesetzt. Wie der Wettanbieter bwin kürzlich berichtete, stiegen die Anzahl der Wetten auf E-Sport seit 2015 um mehr als 300 Prozent.

Doch wohin führt diese Bewegung? Da E-Sports wegen der mangelnden Reglementierung und der fehlenden eigenmotorischen körperlichen Bewegung von den meisten nationalen olympischen Sportbünden nicht als Sportart anerkannt wird, hat es die „Sportart“ schwer. Der Traum vieler Gamer wäre es, wenn E-Sports in das olympische Programm aufgenommen wird und viele meinen die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokyo wären die richtige Zeit und der richtige Ort, da in Asien E-Sports boomt. Allerdings bleibt dies eher unrealistisch. Neben der fehlenden Anerkennung als Sportart ist die Schnelllebigkeit des E-Sports ein großes Problem. Wer weiß schon, ob League of Legends 2020 überhaupt noch beliebt ist? Die Technologie macht heutzutage so große Sprünge, dass es fraglich bleibt, ob sich ein Spiel über mehrere Jahre als „das“ E-Sports Game hält. Mit der VR-Technologie (virtuelle Realität) wird sich in Zukunft die Art des „Zockens“ grundlegend ändern. So ist es vorstellbar, dass in 5-10 Jahren jedes Spiel mit einer VR-Brille und ohne jeglichen Controller gespielt wird.

Bei so vielen Unsicherheitsfaktoren bleibt es schwer zu sagen, wohin die Reise des E-Sports geht. Dass E-Sports als Sportart anerkannt wird, ist nur eine Frage der Zeit. Aber nur durch gute Reglementierung, die Gründung von Vereinen und einer guten Strukturierung der Sportart, könnte es olympisch werden. Geht die technische Entwicklung allerdings so rasch weiter wie bisher, wird sich in wenigen Jahren das Konzept des Gamings grundlegend ändern und es bleibt somit erst mal abzuwarten, wofür genau E-Sports in einigen Jahren steht.

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