Wie sieht ein guter Spieleinstieg aus?

Ich habe mir heute die Aufzeichnung eines Livestreams angesehen, in dem das kommende RPG Torment: Tides of Numenera vorgestellt wurde. Als großer Fan des inoffiziellen Vorgängers Planescape Torment freue ich mich riesig auf das Game. Doch bei dem, was ich jetzt gesehen haben, musste ich etwas schlucken.

Lesen, lesen, lesen…

Der Einstieg ins Spiel gestaltet sich durch einen ellenlangen Text, den man lesen muss, um verschiedene Entscheidungen treffen zu können. Dazu gibt es keine Grafiken, nur Text. Selbst im Anschluss, als man dann endlich mal die Spielfigur und die Umgebung zu Gesicht bekommt, muss man erst wieder lange Texte lesen. Generell bestand die Präsentation aus gefühlt 90 Prozent Texten – das meiste davon nicht vertont. Das stellt so ziemlich den trockendsten Einstieg in ein Spiel dar, den ich bisher gesehen habe – sofern sich bis zum Release nicht noch was daran ändert. Fans von Torment mögen nun sagen, dass dies für das Spiel normal sei. Auch Planescape Torment hatte viele Texte und genau das ist es, was die Fans sich wünschen. Klar, aber muss das denn direkt beim Einstieg in einer solchen Fülle sein?

Der Einstieg darf ruhig spannend sein

Andere Games machen es anders. Da wird man direkt mit einem Kampf begrüßt oder einer Explosion oder einer nackten Frau. Das macht Lust auf mehr. Dann dürfen auch gerne lange Gespräche folgen. Manchmal findet man sich in einer fremden Welt wieder und entdeckt vor sich eine Leiche. Selbst in Ultima 7 war dies so. Man erreichte die Fantasywelt Britannia und fand sich gleich am Ort eines Mordes wieder. In Baldur’s Gate 2 erwachte man in einem Gefängnis. In Skyrim sollte man exekutiert werden. Es geht also etwas spannender. Allerdings muss es ja nicht immer so sein. Abwechslung tut auch mal gut. Ich befürchte nur, dass seitenlange Texte die Spieler von Torment direkt zu Beginn abschrecken könnten und das wäre schade, dann was man bisher vom Spiel gesehen hat, scheint wirklich sehr interessant zu sein.

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