Wie Streaming unsere Art zu spielen verändert

Wie Streaming unsere Art zu spielen verändert
Quelle: Unsplash

Der Gamer ist auf seiner Konsole oder dem PC schon lange nicht mehr alleine. Neben Online-Spielen, LAN-Partys und Multiplayer-Modi hat sich in den letzten Jahren aber auch eine andere Form des gemeinsamen Spielens entwickelt. Beginnend mit „Let’s Play“-Videos auf Videoplattformen wie YouTube, entstand der Trend, talentierten Gamern beim Spielen zuzusehen.

Die Spieler filmen dabei ihren Bildschirm und gleichzeitig sich selbst, um dabei lustige Kommentare abzugeben oder ihre Reaktionen aufzunehmen.

Besonders im Horrorspiel-Sektor war diese Form des Mitfieberns erfolgreich. Wer selbst zu viel Angst hatte, ein Horrorgame im dunklen Zimmer alleine zu spielen, der konnte seinen liebsten YouTubern dabei zusehen, wie sie sich durch die gruseligen Szenarien quälen oder sich zum zehnten Mal erschrecken.

Mittlerweile geht der Trend jedoch in eine andere Richtung: Die Live-Übertragung. Was den besonderen Reiz ausmacht, haben wir uns genauer angesehen!

Übertragung auf Twitch – Immer Live dabei

Wer bei YouTube ein „Let’s Play“-Video ansieht, bekommt ein fertig geschnittenes Video bereitgestellt. Das hat den Vorteil, dass langweilige Passagen gekürzt wurden und der Spannungsbogen durch Schnitte verbessert wurde. Trotzdem wollen viele Fans heute lieber live dabei sein.

Hier können Zuschauer direkt mitreden, indem sie Nachrichten schicken und dem Spieler auf seiner Reise begleiten. Was bei schnelllebigen Spielen wie Playerunknown’s Battleground vielleicht weniger sinnvoll ist, kann besonders bei Denkspielen und Mystery-Games sehr nützlich sein. Hier haben Viewer direkten Einfluss auf den Spielverlauf, denn ihre Tipps können entscheidend für das Lösen kniffliger Situationen sein.

Durch den Live-Stream werden alle Zuseher zu Komplizen und bilden ein gigantisches Team, statt nur passiv als Publikum zu dienen. Vor allem aber bei Wettkämpfen ist der Live-Stream essentiell.

Gleich wie bei einem Fußballspiel, will das Publikum keine nachträglichen Zusammenschnitte sehen, sondern zeitgleich vor dem Bildschirm mitleben können. Aus diesem Grund werden Wettkämpfe der Eleague und Co. auf Twitch übertragen.

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Ein Teil des Spiels – Mehr Interaktivität mit Live-Streaming

In manchen Spielen wird die Interaktivität auf ein neues Niveau gebracht. Hier dient der Live-Stream dazu, ein echtes Team zu bilden. Bestes Beispiel dafür ist das Spiel Choice Chamber, bei dem die Zuseher die Macht über den Spielverlauf haben.

Durch die Eingabe von Wörtern in den Chat werden nämlich wichtige Teile des Spiels definiert. Erreicht der Spieler eine Truhe, so können die Zuseher bestimmen, was er darin findet. Sind sie ihm gut gestimmt, können sie sich ein Schwert wünschen, möchten sie es ihm besonders schwer machen, findet er darin vielleicht nur eine Pfanne. Durch das Crowdsourcing wird jede Runde einzigartig.

Noch einen Schritt weiter gehen Live-Casinos, die Streaming als Möglichkeit nutzen, um den Zuseher zum Spieler zu machen. Im William Hill Live Casino können Besucher Poker und andere Casino-Spiele mit einem echten Croupier via Live-Übertragung spielen. Der Croupier wird in einem eigenen Raum aufgenommen und teilt die Karten aus, wie in einem echten Spielhaus. Um ihm Anweisungen zu geben, können Spieler entweder einen Chat oder eine Sprachfunktion nutzen.

Durch Live-Übertragungen beim Spielen hat sich die Spielebranche stark verändert. Während das Klischee eines Gamers früher war, dass er stundenlang alleine in seinem Zimmer sitzt, sind Spieleübertragungen heute ein gängiges Massenmedium und Unterhaltungsprogramm.

Live-Streams ermöglichen es, auf neue Arten gemeinsam zu spielen und Inhalte interaktiv zu gestalten, die zuvor nur angesehen werden konnten. Wir sind gespannt, wie sich die Branche weiterentwickelt.

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