Wie wichtig ist Charakterfortschritt in einem Spiel?

Irgendwie hat heutzutage so gut wie jedes Spiel eine Möglichkeit, den eigenen Helden zu verbessern. Sogar Games, die gar nicht im Genre der RPGs angesiedelt sind. Ist ein Charakterfortschrittssystem wirklich nötig?

Man nehme ein Spiel, das eine spannende Geschichte in einer lebendig wirkenden Welt erzählt. Man erledigt Quests, erkundet die Landschaften und kämpft auch gegen Feinde. Doch der eigene Charakter kann sich nicht entwickeln. Er lernt vielleicht mal einen neuen Zauber, doch er wird nie weiter springen oder härter zuschlagen oder mehr Treffer aushalten. Wäre dies etwas, das Spieler akzeptieren würden, wenn der Rest des Spiels stimmig und gut ist?

Muss sich der Held entwickeln?

Würde es reichen, wenn man den eigenen Fortschritt dadurch erkennt, indem man in der Geschichte und in der Welt vorankommt? Oder ist dies etwas, das man heutzutage einfach schon voraussetzt, weil eine Story zu jedem Spiel dazu gehört? Es ist schon schön, wenn der Held während seiner Abenteuer „trainiert“, fitter wird, besser im Umgang mit einem Schwert wird, sich vielleicht abhärten kann… Das bringt einen zusätzlichen Reiz ins Spiel und erscheint einfach auch logisch. Wer viel mit einem Schwert kämpft, der lernt, besser damit umzugehen. Wer viel springt und seine Geschicklichkeit trainiert, der kann einen größeren Abgrund überwinden und wer sich in der Kälte abhärtet, der erfriert nicht so schnell.

Doch wie würde es aussehen, wenn diese Elemente fehlen würden? Wenn man im Prinzip ein Adventure mit Kämpfen hätte? Würde das reichen, um ein motivierendes Spiel zu erschaffen? Ist das Fortschrittssystem eines The Witcher 3 oder Skyrim wirklich zwingend nötig, um den Spielspaß zu erschaffen oder geht es dort nicht viel mehr darum, spannende und interessante Geschichten zu erleben? Wie seht ihr das? Ist euch ein Fortschrittssystem im Spielen wichtig – vor allem, wenn es Quests und Kämpfe gibt und falls ja, warum?

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