Wolcen könnte der beste Diablo-Klon werden aber er hat ein massives Problem

Der erste Akt des Hack ’n Slays Wolcen: Lords of Mayhem macht großen Spaß und zeigt doch eine Sache, die dem Titel zum Verhängnis werden könnte.

Nach zahlreichen eher weniger guten Diablo-Klonen hatte ich schon lange keine große Lust mehr auf dieses Genre. Als aber der erste Akt zu Wolcen: Lords of Mayhem der Wolcen Studios erschien, wollte ich mir diesen doch mal anschauen. Und grundsätzlich wurde ich auch nicht enttäuscht.

Optisch kann das Action-RPG absolut überzeugen. Dank CryEngine erlebte ich eine wunderschöne und detailreiche Welt. Effekte meiner Angriffe und das Monsterdesign haben mich absolut überzeugt, genau wie die Inszenierung und die Atmosphäre. Auch spielerisch kann ich kaum meckern. Von der Steuerung über das Skillsystem, den Loot und die Performance macht das Hack ’n Slay einen richtig gelungenen Eindruck. Ich kann es kaum erwarten, die anderen Akte zu spielen.

Wolcen: Lords of Mayhem könnte ein sehr gutes Hack 'n Slay werden, hat aber ein großes Problem. Klick um zu Tweeten

Das große Problem aber offenbart sich im Leveldesign. Denn die Gebiete sind nicht zufallsgeneriert. Das mag beim ersten oder auch beim zweiten Mal spielen nicht wirklich stören, da die Levels cool aufgebaut und schön gestaltet sind. Und doch zeigt uns die Diablo-Reihe wie wichtig Zufalls-Levels für ein Hack ’n Slay sind. Der Wiederspielwert steigt einfach enorm, wenn man bei jedem Durchlauf anders aufgebaute Dungeons und Wildnis-Areale erkundet. Dadurch bleibt ein solches Spiel einfach auf eine längere Sicht „frisch“. Und das fehlt bei Wolcen. Daher befürchte ich, dass es ein Spiel wird, das man gerne ein- oder auch zweimal spielt, es dann aber wieder von der Festplatte fliegt, bis ein weiterer Akt veröffentlicht wird. Und das wäre sehr schade.

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