Dobrindt gibt grünes Licht für Förderung digitaler Geschäftsideen

Was ist mFUND? Sicherlich haben einige von euch schon mitbekommen, dass Bundesminister Dobrindt bis zum Jahr 2020 etwa 100 Millionen Euro zur Förderung innovativer Geschäftsideen bereitstellen möchte. Der Minister des BMVI beruft sich dabei gezielt auf digitale Ideen, die auf der Mobilität, sowie auf Geo- und Wetterdaten basieren und Innovationen in diesem Bereich präsentieren. Zur Bekanntmachung der Förderung gab es eine Kick-Off Veranstaltung, in der das Projekt offiziell vorgestellt und ab sofort zur Inanspruchnahme eröffnet wurde.

Strenge Bewertung bei den Förderrichtlinien sorgen für Stirnrunzeln

Sicherlich ist die Mobilität eines der größten und wichtigsten Innovationsfelder, die es derzeit in der deutschen Wirtschaft gibt. Vom Schritt zur Mobilität 4.0 ist die Rede, von Aktivität und digitalem Ideenreichtum. Startups, Gründer und Entwickler in diesen Bereichen profitieren vom mFUND Projekt und haben ganz neue Möglichkeiten, ihre Ideen im digitalen Bereich zu realisieren und sich durch die Förderfähigkeit zu etablieren. Was ist allerdings mit den anderen Startups, die nicht in Richtung digitale Innovation gehen und ebenso wichtige Unternehmen gründen, sich aber nicht der Mobilität 4.0 widmen? Diese gehen, wenn man die Förderkriterien Dobrindts liest, leider leer aus.

Positiv zu bewerten ist, dass die sich die Förderung gezielt an kleine Unternehmen und Startups richtet. Weniger positiv ist die Tatsache, dass das Handwerk oder Berufe außerhalb der digitalen Wirtschaft ausgespart werden. Das schnelllebige Zeitalter soll also noch weiter wachsen, noch mehr beschleunigen und in einem großen Sprung auf die Digitalisierung 4.0 zugehen. Dabei wäre es ebenso wichtig, der Entschleunigung, dem Handwerk, der Gesellschaft mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Anhand der Fördersumme von 100.000 Euro pro Projekt und einer Laufzeit von bis zu einem Jahr bei Vorschlägen und Vorstudien, sowie in der angewandten Forschung und experimentellen Entwicklung mit 3 Millionen Euro und Laufzeiten bis zu 3 Jahren, wird sich der Startup Markt immer mehr in Richtung Digitalisierung wenden und natürlich die Chance nutzen, zu den förderfähigen und ausgewählten Projektentwicklern zu gehören.

Ebenso bietet es sich für Startups an, bei ihren Projekten einen Bezug zum Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur herzustellen. Ist dieser Bezug gegeben, hat der Antrag beste Chancen auf eine Bewilligung und ein Startup die Chance, aus dem vollen Topf des mFUND Projekts zu schöpfen. Die Idee ist gut, dennoch fehlt es leider an einer breiteren Auflösung, in der nicht digital orientierte Startups Chancen hätten.

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