Eine Woche ohne Internet und Telefon – ja, das geht!

Ich bin umgezogen und hatte nicht sofort Internet oder Telefon. Anstatt zu fluchen habe ich mir überlegt, wie sich diese Abstinenz auf mich ausgewirkt hat.

Am 01. Oktober 2016 bin ich umgezogen und damit auch gameZINE.de. Auf Grund von technischen Schwierigkeiten ging aber nicht sofort Internet und Telefon und wegen den Feiertagen hat sich auch die Hilfe durch einen Handwerker ein wenig verzögert. Natürlich könnte ich nun darüber schreiben wie scheiße ich das alles fand, möchte aber doch eher auf das eingehen, was in der Zeit mit mir passiert ist.

Am ersten Tag war es schon wie ein Entzug: Panikattacken mit wildem hin und her-versuchen der Einstellungen und der Anschlüsse, sowie Austausch von Hardware – natürlich war die Festplatte auch abgeschmiert. Für den Fall das es nicht sofort gehen würde hatte ich mir extra Spiele via Steam heruntergeladen, aber die konnte ich nun auch nicht mehr spielen und hatte dann letztendlich nur 1 Spiel zur Verfügung.

Am zweiten Tag war es schon besser, ich war zwar immer noch nervös und bisschen deprimiert, aber hatte nicht mehr das Gefühl etwas ändern zu können und begann mich mit der Situation zu arrangieren. Ich habe also dieses eine Spiel installiert und in den nächsten Tagen doch sehr intensiv gespielt. Jedoch habe ich wesentlich mehr Zeit im Auspacken der Kartons und dem Einräumen der Einrichtung verbracht, so dass ich sonst noch nicht so weit gewesen wäre.

Die nächsten Tage sind dann schon wieder sehr verschwommen in meiner Erinnerung geblieben. Ich habe weiter die Wohnung eingeräumt, alles aufgeräumt, noch fehlendes Haushaltsgerät eingekauft, aufgebaut oder angeschlossen und beginne langsam zu verstehen, warum Menschen eine ordentliche Wohnung bevorzugen. Normalerweise bin ich echt eher ein Chaot, wenn man dann aber einen halbwegs glatten Schnitt hat und sowieso nichts Anderes erledigen kann, dann gewöhnt man sich das irgendwie an.

Am Ende des vierten Tages wurde es dann noch wieder ein wenig schlimmer: Das Spiel begann mich zu langweilen und so brachte mir ein Bekannter ein paar Serien auf DVD vorbei, welche ich dann wenigstens am Computer schauen konnte. So habe ich die Zeit bis zum Technikertermin damit verbracht mich in diese Serie ein-zuschauen und immer wieder Mal das Spiel zu spielen, auch wenn ich es bereits durchgespielt und alle Werte auf maximal hatte.

Schlimm wurde es dann, als der Termin vom Techniker näher rückte: Die Minuten wurden länger und der Uhrzeiger schien sich überhaupt nicht zu bewegen. Als dieser dann kam begann mein ganzer Körper zu zittern, vor Aufregung ob nun alles klappen würde und ob ich mich wieder mit der Welt vernetzen kann. Es dauerte 2 Stunden bis er den Fehler gefunden und diesen behoben hatte, zwischendurch hatte ich schon befürchtet das es nichts werden würde, da einige Kabel im Haus wohl defekt waren.

Nun bin ich wieder im Internet und telefonisch zu erreichen, arbeite meine Mails auf und beginne mich um alles Liegengebliebene zu kümmern. Der Vorteil ohne diese ständige Erreichbarkeit des Internets war, dass ich begann einen sehr intensiven Schlafrhythmus zu entwickeln und nicht mehr bis spät in die Nacht vor dem Computer zu sitzen, zu spielen oder auf Recherche für Artikel zu sein. Diesen will ich definitiv weiterhin beibehalten, da ich durchaus gemerkt habe wie sehr mein Körper positiv darauf reagiert hat.

Alles in Allem: Es war gar nicht so schlimm, aber für jemanden, der sonst nicht viele soziale Kontakte pflegt, also außerhalb des Internets, war es schon eine Umstellung und eine interessante Erfahrung.

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