Guild-Wars-2-Streit: Dürfen Entwickler keine eigene Meinung haben?

Guild Wars 2 Artwork
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Ein Streit zwischen Entwicklern des MMORPGs Guild Wars 2 und der Community führte zur Entlassung dieser Angestellten. Dies wiederum wirft die Frage auf, ob Entwickler keine eigene Meinung haben dürfen.

Der Streit drehte sich um die Erzählweise in Guild Wars 2. Ein Spieler machte einen Vorschlag, der zwei Entwicklern nicht gefiel. Alles artete etwas aus und es führte zu teils heftigen Beschimpfungen. Daraufhin wurden die beiden Mitarbeiter von ArenaNet entlassen.

Nun stellt sich natürlich die Frage, in wie weit ein Entwickler im Bereich Gaming seine eigene Meinung vertreten darf. Es ist immer schwierig zu unterscheiden, in welcher Funktion er in sozialen Netzwerken auftritt. Darf er auch dann, wenn er gerade die Privatperson ist, seine Meinung nicht vehement verteidigen? Hier müsste doch eher unterschieden werden, ob er mit seinem privaten Account postet oder für die Firma. Solange er für sein Unternehmen postet, muss er sich zurückhalten. Doch als Privatperson braucht sich wohl niemand angreifen zu lassen. Nur sollte einfach klar gestellt sein, ob diese Person gerade privat oder im Namen des Unternehmens etwas postet.

Wer im Internet im Namen seines Unternehmens mit der Community interagiert, der sollte seine private Meinung außen vor lassen. Klick um zu Tweeten

Ansonsten würde es ja bedeuten, dass man im Internet nicht mehr seine eigene Meinung vertreten und verteidigen darf, nur, weil man irgendwo angestellt ist.

2 Kommentare

  1. Natürlich dürfen Entwickler eine eigenen Meinung haben und sollen diese auch vertreten.

    Wenn jedoch eine Entwicklerin auf ihrem öffentlichen Twitter Profil – auf dem sie auch Angegeben hat für wen sie arbeitet – einen Spieler und offiziellen Partner von GW2 beleidigt und Sexismus unterstellt schießt sie übers Ziel hinaus und muss mit Konsequenzen rechnen.

    Oder könnt ihr auf Arbeit einfach so eure Kunden und Geschäftspartner beleidigen?

  2. In dieser „ausgeuferten“ Unterhaltung hat JP über Ihre Arbeit bei ArenaNet geschrieben, und Spieler als „random asshat“ beleidigt -> für mich ist das dann eher Firmenrepresentativ als privat.
    Als dieselbe Entwicklerin nach dem Tode von Totalbisquit sich öffentlich über dessen Ableben gefreut hat, hatte das nichts mit ANet zu tun, und Sie wurde auch nicht gekündigt… klingt für mich so als ob die Trennung zwischen Privat und Job hier gut funktioniert hat.
    Die Kündigung von PF, der zwar nicht freundlich, aber immerhin nicht beleidigend war, gerechtfertigt war, ist für mich die größere Frage

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