Nintendo Switch: Eine fragwürdige Preispolitik

So, die Nintendo Switch kommt also am 3. März und kostet eine Stange Geld. Dafür, dass Nintendo ein Spielwaren-Hersteller ist, richtet man sich nun also nicht mehr an die Zielgruppe.

Ich finde die Idee hinter der Nintendo Switch gut. Eine Konsole, die ich am TV betreiben kann oder, die ich auch einfach als Handheld unterwegs nutze, so, wie es mir gerade passt. Ein cooles Konzept, nur leider spricht mich der Preis überhaupt nicht an.

Nintendo ist ein Spielwarenhersteller. Die Konsolen und die eigenen Games richten sich an ein völlig anderes Publikum als Sony mit der Playstation und Microsoft mit der Xbox. Gelegenheitsspieler, Frauen und vor allem Kinder fühlen sich mehr von Nintendo angesprochen als von Sony oder Microsoft. Nintendo hat sich hier eine Nische erarbeitet und ist gerade dabei, diese zu verlieren. Rund 330 Euro kostet die Nintendo Switch hierzulande – und das ohne ein Spiel. Die Games müssen dieses Mal extra gekauft werden. Es ist noch nicht mal eine Minispiele-Sammlung enthalten, sodass man gleich loslegen könnte, wenn man sich das Gerät kauft. Schon ein happiger Betrag für Gelegenheitsspieler und Kinder.

Ganz schön happige Preise

Das Zubehör ist vom Preis her auch im oberen Segment angesiedelt. Ein zusätzliches Joy Con Set kostet 80 Euro! Wenn man sich jeweils nur die linken und rechten Hälften separat kauft, kosten diese sogar je 50 Euro! Der Classic Controller schlägt mit satten 70 Euro zu Buche. Und eine Joy Con Halterung, welche die Joy Cons aufladen kann, muss extra für 30 Euro gekauft werden. Die Halterung, die im Lieferumfang der Konsole dabei ist, lädt die Joy Cons nämlich nicht auf. Ein Spiel kostet um die 70 Euro. Wer sich eine weitere Dockingstation kaufen möchte, der muss dafür 90 Euro bezahlen – und dabei kann diese Dockingstation nichts weiter, als das Bild an den TV zu übertragen und das Handheld zu laden. Mit einem Kabel und einem Ladegerät würde man nur einen Bruchteil dieses Preises bezahlen.

Nintendo lässt sich die Switch und das Zubehör teuer bezahlen und könnte damit die Zielgruppe vergraulen. Klick um zu Tweeten

Damit langt Nintendo dieses Mal ordentlich zu. Und hier stelle ich mir die Frage, an wen richtet sich die Konsole? Gelegenheitsspieler und Kinder werden es sich dieses Mal wohl zwei Mal überlegen, einen Preis zu bezahlen, welcher an die der aktuellen „Core“-Konsolen heranreicht. Und dabei erreicht die Switch nicht einmal annähernd deren Leistung. An Coregamer kann sie sich damit also auch nicht richten. Wer soll die Switch also kaufen? Man wird sehen, ob Nintendo dieses Mal nicht mit der Preispolitik daneben liegt.

2 Kommentare

  1. Ich finde, man sollte das alles in Relation sehen. Wir geben 1000 € für ein Iphone aus oder sei es 600 für ein Galaxy XY, mit dem wir nicht einmal annähernd so eine Spielqualität erleben können. Aber wehe wir müssen knapp 300 € für ne Konsole ausgeben, die in dem Fall sogar zwei in einem ist, dann wird wieder gemosert. Klar kann eine Playstation 4 oder eine Xbox One mehr leisten in Sinne der Technik und Performance, aber das heißt noch lange nicht, dass diese besser sind. Am Ende entscheiden die Spiele den Erfolg der Konsole. Zum Thema Zielgruppe, gebe ich dir voll und ganz recht. Es ist wirklich schwer zu erkennen wo Nintendo dahin will, denn gefühlt wollen die alle gleichzeitig bedienen, aber dafür ist der Preis doch zu hoch.

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