Urheberrechte und Games – Ein Teufelskreis

Nehmen wir Let’s Plays als Beispiel. Die Videos nutzen urheberrechtlich geschütztes Material. Die Grafiken gehören den Entwickler, die Musik, die Sounds… Entwickler und Publisher tolerieren Let’s Plays in der Regel, weil es für sie kostenlose Werbung des Spiels ist. Doch genauso könnten die Entwickler jederzeit den Stecker bei Let’s Plays ziehen.

Bereicherung am Content anderer

Ein weiteres Beispiel ist das MMO Ark. Angeblich nutzt das Spiel Content, das einem anderen Entwickler gehört. Beziehungsweise, Technologie, die jemand während seiner Zeit bei diesem anderen Entwickler programmiert hat und welche man mitnahm, um sie in ARK zu nutzen. Ob dem wirklich so ist, muss allerdings erst noch vor Gericht geklärt werden. Ein wieder anderes Beispiel sind Mods. Gerne greifen Modder auf Content von anderen Mod-Entwicklern oder auf anderes urheberrechtlich geschütztes Material zurück, um ihre eigene Mod zu entwickeln.

Urheberrechte an Content sind so eine Sache. Die Entwickler von ARK, die Modder oder auch die Let’s Player würden das Material von anderen gerne nutzen. Immerhin möchten sie mit ihrem eigenen Projekt Geld verdienen – was mit dem neuen Bezahlmod-System von Valve nun auch bei Mods (zumindest bei DotA 2) möglich ist. Dann stehen Copyrights natürlich im Weg. Man sollte sie abschaffen! Oder besser nicht?

Urheberrecht? Ja und Nein.

Denn bemerkt ein Let’s Player, das Material von seinen Videos für andere Projekte benutzt wurde oder, bemerkt der Mod-Entwickler, das seine Mod für ein anderes Projekt genutzt wird, dann sieht das Urheberrecht plötzlich hoch attraktiv aus. Dann sollte man es nutzen, um seine eigenen Rechte durchzuboxen. Immerhin geht es dann um viel Geld. 

Man sieht, es ist eine verworrene und hoch inkonsequente Sache mit dem Urheberrecht. Solange es zum eigenen Vorteil ist, sollte das Copyright nicht greifen. Hat man aber Nachteile dadurch, dass der eigene Content von anderen genutzt wird, dann sollte das Urheberrecht wieder greifen – paradox…

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